Wohnheim für Azubis! Für eine bessere und sozialere Ausbildung!

Aus SPD Baden-Württemberg
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Beschluss des Juso-Landesausschusses am 11. September 2011 in Heilbronn

Wohnheim für Azubis! Für eine bessere und sozialere Ausbildung!

Die Jusos setzen sich für den Bau eines Wohnheims für Auszubildende in Stuttgart ein. Das Wohnheim soll ähnlich wie bei Studentenwerken in Wohnungen aufgeteilt sein, die eigene Küchen enthalten und in denen drei bis fünf Jugendliche Platz zum Wohnen haben. Im Wohnheim sollen außerdem Gemeinschafts- und Seminarräume eingerichtet werden. Dies ist deshalb so wichtig, weil neben dem wichtigen Aspekt des günstigen Wohnens Jugendliche besonderen Bedarf an pädagogischer Unterstützung haben, wenn diese ihr Elternhaus in jungen Jahren verlassen, um eine Ausbildung zu beginnen. Es soll daher mit pädagogischen Betreuungs- und Unterstützungsangeboten die Selbstständigkeit, Persönlichkeitsentwicklung, soziale Kompetenz und der Einstieg der Jugendlichen in die Arbeitswelt unterstützt werden. Diese großteils von Sozialpädagogen durchgeführten Maßnahmen sind elementarer Bestandteil des Projekts, da insbesondere Jugendliche hier großen Bedarf haben.

Dabei sollen die Sozialpädagogen im ständigen Austausch mit den Berufsschulen und den Betrieben stehen. So kann ein erfolgreicher Ausbildungsverlauf gewährleistet werden und die Ausbildungsabbrüche werden sich verringern. Weiterhin wird die Qualität der Ausbildung dadurch steigen, da es einen größeren Austausch geben wird und Probleme früher zur Sprache kommen. Falls schulische Probleme festgestellt werden, soll darauf schnell reagiert werden können und im Wohnheim ein Förderunterricht angeboten werden. Das Wohnheim ist in der Nähe der Robert-Mayer-Schule zu errichten, da dies das Zentrum aller Berufsschulen darstellt. Lange Fahrwege sollten für die Berufsschüler verhindert werden. Da die Anschubfinanzierung für ein solches Auszubildendenwerk in die Millionen geht und an diesen großer Bedarf in Baden-Württemberg besteht, sollten diese über eine Stiftung finanziert werden, an der sich der Staat und Firmen finanziell beteiligen. Den Großteil der Kosten werden dabei die Unternehmen entrichten. Erfahrungen in Hamburg mit einem ähnlichen Projekt haben gezeigt, dass aufgrund des Ausbildungsbedarfes eine Finanzierungsbereitschaft der Unternehmen besteht.

Ohne eine Zusammenarbeit zwischen Gewerkschaften, Politik und Unternehmen wird dieses Projekt nicht möglich sein, daher sollte hier früh auf positive Zusammenarbeit gesetzt werden und alle Akteure in der Planung mit einbezogen werden. Ein Recht auf bestimmte Zahlen von Ausbildungsplätzen für Unternehmen, weil diese finanziell stark beteiligt sind, darf es nicht geben. Das Hauptkriterium um Ausbildungsplätze, muss immer das soziale sein. Wer sich keine Wohnung leisten kann und aufgrund seines Alters besonderen Bedarf an Förderung hat, muss immer vorrangig einen Platz erhalten. Auf den Staat kommt außerdem die Aufgabe zu, bei Verwaltungsfragen und der Suche von Grundstücken zu helfen.