Weil Klatschen nicht genug ist - Unsere Lehren aus der Coronakrise: Unterschied zwischen den Versionen

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beträgt für alle Berufsqualifikationen 11,35€.
 
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Wir fordern einen abgestuften Mindestlohn nach Qualifikation von 20,00€ für 3-jährig examinierte
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Wir fordern einen angemessenen, gesetzlichen und nach Qualifikation abgestufenMindestlohn für 3-jährig examinierte Fachkräfte, für 1-jährig examinierte Fachkräfte und fürungelernte Pflegehelfer. Als aktuellen Orientierungswert stellen wir uns folgende Bezahlungvor: 15 Euro für ungelernte Pflegehelfer*innen; 17,50 Euro für 1-jährig examinierteFachkräfte und 20 Euro für 3-jährig examinierte Fachkräfte.
Fachkräfte, 17,50€ für 1-jährig examinierte Fachkräfte und 15€ für ungelernte Pflegehelfer
 
  
 
Damit wollen wir Anreize setzen, die 3-jährige Ausbildung oder überhaupt eine Ausbildung zu
 
Damit wollen wir Anreize setzen, die 3-jährige Ausbildung oder überhaupt eine Ausbildung zu
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Gefühl, häufig an die Grenzen ihrer Leistungs fähigkeit gehen zu müssen.
 
Gefühl, häufig an die Grenzen ihrer Leistungs fähigkeit gehen zu müssen.
  
Wir fordern deshalb: '''Je länger jemand in der Pflege arbeitet, desto mehr Rente soll man später
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Insbesondere fordern wir grundsätzlich einen flächendeckenden Anspruch auf
bekommen''' – wir fordern einen flächendeckenden Anspruch auf Betriebsrente.
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Betriebsrente für die Angehörigen eines Pflegeberufes.
  
 
In Kombination mit der Schaffung eines '''Rechtsanspruches auf eine monatliche psychosoziale Betreuung''' in Form von Supervisions- und Reflexionsgespräch/-therapie durch geschulte Psychologen für Pflegekräfte, wöchentliches, von der gesetzlichen Krankenversicherung finanziertes Rückentraining und sonstige '''Vorsorgemaßnahmen gegen pflegeberuflich bedingte Skelett-Muskulatur-Erkrankungen''', wollen wir so Anreize setzen die Verweildauer von Fachkräften
 
In Kombination mit der Schaffung eines '''Rechtsanspruches auf eine monatliche psychosoziale Betreuung''' in Form von Supervisions- und Reflexionsgespräch/-therapie durch geschulte Psychologen für Pflegekräfte, wöchentliches, von der gesetzlichen Krankenversicherung finanziertes Rückentraining und sonstige '''Vorsorgemaßnahmen gegen pflegeberuflich bedingte Skelett-Muskulatur-Erkrankungen''', wollen wir so Anreize setzen die Verweildauer von Fachkräften
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75% aller Patienten, die in einer Notaufnahme auf Behandlung warten, sind mittlerweile keine wirklichen Notfälle mehr. Für Patienten die mit wirklichen Notfällen in ein Krankenhaus kommen bedeutet das vor allem: Lange Wartezeiten die eigentlich vermeidbar wären. Daher fordern wir die räumliche Zusammenlegung des Ärztlichen Bereitschaftsdienstes und der zentralen Notaufnahme und eines vorgeschalteten ärztlichen Bereitschaftsdienstes. Patienten die dort eintreffen, werden von einem Bereitschaftsarzt untersucht, welcher dann über Therapie und Weiterleitung in die Notaufnahme entscheidet. Eine Erstuntersuchung innerhalb von 15 Minuten durch geschultes, medizinischesFachpersonal setzen wir dabei voraus. Somit wollen wir die Notaufnahmen entlasten und die Wartezeiten für echte Notfälle drastisch verkürzen. Notfälle, welche durch RTW das Krankenhaus erreichen, werden sofort in die Notaufnahme durchgeleitet. die Wartezeiten für echte Notfälle drastisch verkürzen. Notfälle, welche durch RTW das Krankenhaus erreichen, werden sofort in die Notaufnahme durchgeleitet.
 
75% aller Patienten, die in einer Notaufnahme auf Behandlung warten, sind mittlerweile keine wirklichen Notfälle mehr. Für Patienten die mit wirklichen Notfällen in ein Krankenhaus kommen bedeutet das vor allem: Lange Wartezeiten die eigentlich vermeidbar wären. Daher fordern wir die räumliche Zusammenlegung des Ärztlichen Bereitschaftsdienstes und der zentralen Notaufnahme und eines vorgeschalteten ärztlichen Bereitschaftsdienstes. Patienten die dort eintreffen, werden von einem Bereitschaftsarzt untersucht, welcher dann über Therapie und Weiterleitung in die Notaufnahme entscheidet. Eine Erstuntersuchung innerhalb von 15 Minuten durch geschultes, medizinischesFachpersonal setzen wir dabei voraus. Somit wollen wir die Notaufnahmen entlasten und die Wartezeiten für echte Notfälle drastisch verkürzen. Notfälle, welche durch RTW das Krankenhaus erreichen, werden sofort in die Notaufnahme durchgeleitet. die Wartezeiten für echte Notfälle drastisch verkürzen. Notfälle, welche durch RTW das Krankenhaus erreichen, werden sofort in die Notaufnahme durchgeleitet.
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'''8. Ein Europäisches Zentrallager für Medikamente und Pflegebedarfsmittel'''
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284 Medikamente waren Ende 2019 nicht lieferbar - die Palette erstreckt sich dabei über alle Bereiche.
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Seit mehr als zwei Jahren spitzt sich diese Situation immer mehr zu. Die Ursachen dieser Lieferengpässe sind vielfältig. Einer der Hauptgründe ist, dass in Deutschland und Europa nahezu keine Wirkstoffe mehr produziert werden. Die Pharmafirmen kaufen die Substanzen bei wenigen Herstellungsstätten in Asien, vor allem China und Indien. Läuft dort in einem Unternehmen etwas schief, weil es zum Beispiel Verunreinigungen bei der Produktion gibt, sind die Auswirkungen massiv.
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Es kommt zu Produktions- und Lieferverzögerungen, die sich auf die gesamte globale Lieferkette auswirken. Weil viele Pharmafirmen beim gleichen Produzenten einkaufen, sind dann auch unterschiedliche Medikamente mit dem gleichen Wirkstoff betroffen. Hinzu kommt, dass Pharmafirmen nicht verpflichtet sind, ihre Ware in Deutschland zu verkaufen. Bekommen sie für ein Antibiotikum in Kanada oder Großbritannien ein paar mehr Cent pro Packung, machen sie auch gern Geschäfte mit ausländischen Abnehmern. Arzneimittelversorgung ist Grundversorgung. Besonders die Coronapandemie hat gezeigt, was passiert wenn der Asiatische Markt zusammenbricht. Dringend benötigte Medikamente und Schutzutensilien wie FFP Masken und Handschuhe sind über Wochen vergriffen, so das die Pflegeeinrichtungen nicht mehr wissen wie sie Kunden und Mitarbeiter schützen sollen. Um dies zu umgehen, fordern wir die Errichtung von 2 europäischen Zentrallagern, auf die alle EU-Mitgliedsstaaten Zugriff haben und entsprechend der Bevölkerungszahl die Arzneien und Schutzutensilien verteilt werden. Arzneimittel und medizinische Utensilien haben strenge Verfallsdaten, die auf keinen Fall überschritten werden dürfen. Aufgrund dessen möchten wir auch die Verlagerung der Produktion in die Europäische Union anregen. Darüber hinaus ist es wichtig, die Wirkstoffe auf mehrere Standbeine zu verteilen, um einem Lieferengpass bei Ausfall eines Werkes vorbeugen zu können.
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'''9. Die bedingungslose Übernahme von Umschulungskosten durch das Arbeitsamt'''
 
'''9. Die bedingungslose Übernahme von Umschulungskosten durch das Arbeitsamt'''

Aktuelle Version vom 2. Dezember 2020, 12:02 Uhr

Seit dem Bundestagswahlkampf 2017 reden wir drüber, die große Reform in der Pflege ist jedoch bis jetzt ausgeblieben.

Wir wollen die Zukunft der Pflege gestalten und die öffentliche Daseinsvorsorge ausbauen und fordern deshalb...


1. Ein sinnvolles Personalbemessungsinstrument statt Pflegepersonaluntergrenzen

2019 traten in vier ausgewählten Bereichen der Krankenhäuser Pflegepersonaluntergrenzen in Kraft. Dieses an sich gut gemeinte Instrument, welches bis zum Beginn der Corona Krise eingesetzt wurde, brachte leider nicht den gewünschten Erfolg. Eine DBfK-Online-Umfrage zeigt, dass die Umsetzung des PpUG bislang zu mehr negativen als positiven Effekten geführt habe. Sie verursache vor allem einen gestiegenen Dokumentationsaufwand und Personalverschiebungen.

Die DKG, der Deutsche Pflegerat und ver.di haben Anfang des Jahres ein Pflegepersonalbedarfsbemessungsinstrument vorgestellt. Bei dem sog. PPR 2.0 werden Patient*innen täglich in verschiedene Leistungsstufen eingeteilt. Jeder Stufe ist ein Minutenwert zugeordnet. Hinzu kommen Grund- und Fallwerte als Basis. In der Summe ergibt sich so ein Zeitwert pro Patient*in, der den Pflegepersonalbedarf abbildet. Der zusammengefasste Wert aller Patient*innen ergibt den Pflegepersonalbedarf des Hauses.

Durch dieses PPR 2.0 soll Pflegepersonal zielgerichtet eingesetzt und hohe Qualität gesichert werden.

Wir fordern daher, dass das PPR 2.0 schnellstmöglich für alle Pflegeeinrichtungen eingeführt wird und damit die bestehenden Pflegepersonaluntergrenzen ersetzt.


2. Ein richtiges Arbeitszeitengesetz:

Das aktuelle Arbeitszeitgesetz lässt viel Interpretationsspielraum für Arbeitszeitüberschreitungen, Überstunden und aufeinanderfolgende Dienste offen.

Wir fordern deshalb den 8-Stunden-Tag und die 35-Stunden-Woche für die Pflege, beziehungsweise die 40-h-Woche für die Intensivpflege.

12-Stunden-Schichten sind für Personal wie auch für Patienten eine Belastung und führen zu Überarbeitung, Fehlern und dadurch zu prekären Situationen, die sowohl eine Gefahr für das Leben und die Gesundheit des Patienten, als auch des Pflegenden darstellen können, weshalb sie abgeschafft werden müssen.

Dienste von Pflegepersonal sollen nur noch maximal 7 Tage am Stück gehen. Um eine Auszeit und ein familiengerechtes Berufsfeld gewährleisten zu können braucht es außerdem mindestens 26 freie Wochenenden im Jahr.


3. Endlich einen flächendeckenden Tarifvertrag:

Aktuell gibt es für den Pflegebereich keinen flächendeckenden Tarifvertrag, der Mindestlohn beträgt für alle Berufsqualifikationen 11,35€.

Wir fordern einen angemessenen, gesetzlichen und nach Qualifikation abgestufenMindestlohn für 3-jährig examinierte Fachkräfte, für 1-jährig examinierte Fachkräfte und fürungelernte Pflegehelfer. Als aktuellen Orientierungswert stellen wir uns folgende Bezahlungvor: 15 Euro für ungelernte Pflegehelfer*innen; 17,50 Euro für 1-jährig examinierteFachkräfte und 20 Euro für 3-jährig examinierte Fachkräfte.

Damit wollen wir Anreize setzen, die 3-jährige Ausbildung oder überhaupt eine Ausbildung zu absolvieren um somit die Profession der Pflegeberufe voranzutreiben und dem Fachkräftemangel in der Pflege entgegenzutreten.

Die Lohnsteigerung muss dem Einsatz ALLER Pflegekräfte Rechnung tragen und - nicht wie bei der Coronaprämie - einen Keil zwischen die Professionen treiben, indem sie Krankenpflegekräfte mit einem feuchten Händedruck abfertigt.

Wir brauchen langfristige Veränderungen! Dem muss auch Rechnung getragen werden, dass Pflegekräfte immer wieder neuen Gefahren wie MRSA, SARS und CoVid 19 unter Einsatz der eigenen Gesundheit entgegen treten.

Außerdem muss dem gestiegenen fachlichen Anspruch Sorge getragen werden. Immer regelmäßiger übernehmen, besonders ambulante Pflegedienste, die postoperative Versorgung von Klienten und führen immer komplexere Behandlungen durch. Das steigert nicht nur den Anspruch, sondern belastet die sowieso schon psychisch stark geforderten Pflegekräfte zusätzlich. Mehr als ein Drittel des Pflegepersonals gilt als dauerhaft Burn-Out-gefährdet, viele können erst mit Beginn der dritten Urlaubswoche richtig abschalten, so sehr sind sie in ihrem Beruf verhaftet. Daher fordern wir mindestens 30 Werktage Urlaub bei einer 5-Tage-Woche. Der*Die Arbeitnehmer*in hat das Recht, einmalig im Jahr einen dreiwöchigen Urlaub zu verlangen.


4. Eine Steigerung der Rentenbeiträge:

Ein körperlich und psychisch so fordernder Berufsbereich wie die Pflege wird im Alter immer schwieriger zu bewältigen.

Durchschnittlich verweilen Altenpfleger*Innen nur 8,4 Jahre, Krankenpfleger*Innen 7,5 Jahre in ihrem Beruf. 77% der Pfleger*Innen leisten Schichtarbeit, 50% leisten Nachtschichten, mehr als 90% arbeiten an Sonn und Feiertagen - das belastet auf Dauer. Hinzu kommt das schwere Heben und die körperliche Anstrengung, als Konsequenz daraus entstehen Muskelbeschwerden und Skeletterkrankungen deutlich häufiger als in anderen Branchen: 27% der Pflegenden haben das Gefühl, häufig an die Grenzen ihrer Leistungs fähigkeit gehen zu müssen.

Insbesondere fordern wir grundsätzlich einen flächendeckenden Anspruch auf Betriebsrente für die Angehörigen eines Pflegeberufes.

In Kombination mit der Schaffung eines Rechtsanspruches auf eine monatliche psychosoziale Betreuung in Form von Supervisions- und Reflexionsgespräch/-therapie durch geschulte Psychologen für Pflegekräfte, wöchentliches, von der gesetzlichen Krankenversicherung finanziertes Rückentraining und sonstige Vorsorgemaßnahmen gegen pflegeberuflich bedingte Skelett-Muskulatur-Erkrankungen, wollen wir so Anreize setzen die Verweildauer von Fachkräften in den Pflegeberufen zu erhöhen.


5. Die Einrichtung eines Staatlichen Prüfdienst:

Wir fordern die Einrichtung einer unabhängigen, staatlichen Stelle, welche alle medizinischen Behandlungen prüft und reguliert und die (Regel-)Prüfungen der Pflegeeinrichtungen vornimmt.

Der medizinische Dienst der Krankenkassen geht darin auf - die Krankenkassen müssen sich dann nach dem staatlichen Prüfdienst richten.

Ziel hiervon ist eine patientenorientierte Behandlung.

Bereits heute haben wir die Situation, dass viele von Ärzten verordnete Maßnahmen aus Kostengründen und wieder besseren Wissens von den Krankenkassen abgelehnt werden. Viele ambulanten Dienste führen diese dennoch aus - auf eigene Kosten. Damit muss Schluss sein. Die Entlastung der Krankenkassen darf nicht auf dem Rücken derer ausgetragen werden, die auf Leistungen der KK angewiesen sind. Eine unabhängiger, staatlicher Prüfdienst, welcher im Zweifelsfall Pro Patient entscheidet, sollte den MDK ersetzen. Gleichzeitig sollten Strafen für nachgewiesene Verstöße und Betrug verschärft werden.


6. Die Abschaffung von DRG & Fallpauschalen – Bedarfsgerechte Finanzierung in Krankenhäusern, Altenheimen und ambulanten Diensten.

Gesundheitsvorsorge ist eine öffentliche Daseinsvorsorge! Diese darf nicht dem Markt überlassen werden. In der Gesundheitsversorgung muss es immer um die bestmögliche Behandlung der Patient*Innen gehen, nicht darum, welche Erlöse man mit ihnen erzielen kann. Manchmal ist es sinnvoll, nicht zu operieren, sondern konservativ zu behandeln. Genau das haben die DRGs (Diagnosis related groups) aber heraufbeschworen. Viele lukrative, aber eigentlich nicht notwendige Operationen werden durchgeführt, während weniger konservativ behandelt wird - des Geldes wegen. Gleichzeitig wird die Vorsorge mit Verbrauchsmaterialien wie FFP-Maske, Handschuhen dadurch behindert, da diese nur im normalen Maße bezahlt werden. Eine Vorratsanlage kann so nur auf Selbstkosten durchgeführt werden. Welche fatale Folgen das hat, haben wir in der Coronakrise gesehen: Krankenhäuser und Kliniken hatten kaum Vorräte und ein Nachbestellen war aufgrund der mangelnden Verfügbarkeit wegen des Produktionsstopps in den asiatischen Ländern beinahe unmöglich. Gesundheit darf keine Ware sein & Menschen dürfen nicht auf ihre Diagnosen reduziert werden. Daher treten wir für eine bedarfsgerechte Versorgung ein deren Kriterien in einer unabhängigen Kommission festgelegt werden.


7. Die Entlastung der Krankenhäuser: Ärztlicher Bereitschaftsdienst und Notaufnahme zusammenlegen

75% aller Patienten, die in einer Notaufnahme auf Behandlung warten, sind mittlerweile keine wirklichen Notfälle mehr. Für Patienten die mit wirklichen Notfällen in ein Krankenhaus kommen bedeutet das vor allem: Lange Wartezeiten die eigentlich vermeidbar wären. Daher fordern wir die räumliche Zusammenlegung des Ärztlichen Bereitschaftsdienstes und der zentralen Notaufnahme und eines vorgeschalteten ärztlichen Bereitschaftsdienstes. Patienten die dort eintreffen, werden von einem Bereitschaftsarzt untersucht, welcher dann über Therapie und Weiterleitung in die Notaufnahme entscheidet. Eine Erstuntersuchung innerhalb von 15 Minuten durch geschultes, medizinischesFachpersonal setzen wir dabei voraus. Somit wollen wir die Notaufnahmen entlasten und die Wartezeiten für echte Notfälle drastisch verkürzen. Notfälle, welche durch RTW das Krankenhaus erreichen, werden sofort in die Notaufnahme durchgeleitet. die Wartezeiten für echte Notfälle drastisch verkürzen. Notfälle, welche durch RTW das Krankenhaus erreichen, werden sofort in die Notaufnahme durchgeleitet.


8. Ein Europäisches Zentrallager für Medikamente und Pflegebedarfsmittel

284 Medikamente waren Ende 2019 nicht lieferbar - die Palette erstreckt sich dabei über alle Bereiche.

Seit mehr als zwei Jahren spitzt sich diese Situation immer mehr zu. Die Ursachen dieser Lieferengpässe sind vielfältig. Einer der Hauptgründe ist, dass in Deutschland und Europa nahezu keine Wirkstoffe mehr produziert werden. Die Pharmafirmen kaufen die Substanzen bei wenigen Herstellungsstätten in Asien, vor allem China und Indien. Läuft dort in einem Unternehmen etwas schief, weil es zum Beispiel Verunreinigungen bei der Produktion gibt, sind die Auswirkungen massiv.

Es kommt zu Produktions- und Lieferverzögerungen, die sich auf die gesamte globale Lieferkette auswirken. Weil viele Pharmafirmen beim gleichen Produzenten einkaufen, sind dann auch unterschiedliche Medikamente mit dem gleichen Wirkstoff betroffen. Hinzu kommt, dass Pharmafirmen nicht verpflichtet sind, ihre Ware in Deutschland zu verkaufen. Bekommen sie für ein Antibiotikum in Kanada oder Großbritannien ein paar mehr Cent pro Packung, machen sie auch gern Geschäfte mit ausländischen Abnehmern. Arzneimittelversorgung ist Grundversorgung. Besonders die Coronapandemie hat gezeigt, was passiert wenn der Asiatische Markt zusammenbricht. Dringend benötigte Medikamente und Schutzutensilien wie FFP Masken und Handschuhe sind über Wochen vergriffen, so das die Pflegeeinrichtungen nicht mehr wissen wie sie Kunden und Mitarbeiter schützen sollen. Um dies zu umgehen, fordern wir die Errichtung von 2 europäischen Zentrallagern, auf die alle EU-Mitgliedsstaaten Zugriff haben und entsprechend der Bevölkerungszahl die Arzneien und Schutzutensilien verteilt werden. Arzneimittel und medizinische Utensilien haben strenge Verfallsdaten, die auf keinen Fall überschritten werden dürfen. Aufgrund dessen möchten wir auch die Verlagerung der Produktion in die Europäische Union anregen. Darüber hinaus ist es wichtig, die Wirkstoffe auf mehrere Standbeine zu verteilen, um einem Lieferengpass bei Ausfall eines Werkes vorbeugen zu können.


9. Die bedingungslose Übernahme von Umschulungskosten durch das Arbeitsamt

Um mehr Personal für die Pflege zu gewinnen, müssen Umschulungen in diesem Bereich bedingungslos gewährt werden. Es darf nicht sein, das Arbeitssuchende die Umschulungen immer noch selbst bezahlen müssen und dabei auch noch auf einen Großteil ihres Lohnes verzichten müssen. Lohnausgleichszahlungen, also die Differenz zum bisherigen Lohn, müssen geleistet werden, die Lohnnebenkosten durch den Staat aufgefangen und ebenfalls übernommen werden. Gleichzeitig müssen die Kosten bei einem Abbruch der Ausbildung vor dem 1-jährigen bzw. 3- jährigen Examen vom Umschulenden getragen werden.


10. Die Pflegevollversicherung

Aktuell besteht die Pflege aus einer Teilkostenversicherung, die systematisch Eigenanteile vorsieht, die Sozialversicherung übernimmt nicht alle notwendigen Leistungen. Vollversicherung in der Pflege bedeutet für uns:

Alle Leistungen, die sowohl medizinisch als auch die Teilhabe am öffentlichen Leben fördern und unterstützen, werden von allen Beitragszahlern nach den Prinzipien der Krankenversicherung übernommen. Bei medizinischen Leistungen muss die medizinische Notwendigkeit gegeben sein, welche von einem staatlichen Prüfdienst kontrolliert und überwacht werden soll. Die meisten Pflegebedürftigen leben in Haushalten mit geringem Einkommen (Rentner, Frührentner, Schwerstbehinderte Menschen ohne geregeltes Einkommen oder Einkommen aus dem Niedriglohnsektor). Das bedeutet, dass diese Menschen das Gros der Kosten tragen und dringend eine Entlastung brauchen. Mit der Pflegevollversicherung werden die Kosten spürbar verteilt und eine Entlastung wäre gegeben. Auch die Angst vor einer unzureichenden Finanzierung mit hohen Eigenanteilen würde damit ad acta gelegt. Präventive Maßnahmen werden ausgebaut: Heutzutage ist teure ,stationäre Pflege oftmals notwendig, weil ambulante Leistungen nicht oder zu spät einsetzen. Durch die Pflegevollversicherung werden präventive Maßnahmen möglich gemacht und sparen dadurch viel Geld durch die Vermeidung von stationären Aufenthalte.


11. Pflegeversicherungsbeiträge erhöhen

Natürlich gibt es die gestellten Forderungen nicht umsonst. Alleine eine Pflegevollversicherung kostet jährlich 32 Milliarden Euro. Zur Finanzierung der vorgebrachten Forderungen benötigen wir eine Anhebung der Pflegeversicherungsbeiträge. Außerdem muss die Beitragsbemessungsgrenze für die Pflegeversicherung abgeschafft werden. paritätisch zu entrichten. Bundesverfassungsgerichts Kinderlose stärker belastet werden.