Verbesserung der Situation von PraktikantInnen

Aus SPD Baden-Württemberg
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Beschluss der Juso-Landesdelegiertenkonferenz 2009 vom 07. bis zum 08. März 2009 in Ravensburg


Wir fordern, dass PraktikantInnen, unabhängig vom elterlichen Einkommen, ähnlich den Studierenden, Auszubildenden, Zivildienstleistenden etc. auch Vergünstigungen z.B. im öffentlichen Nahverkehr oder in öffentlichen Einrichtungen erhalten.

Die vom Bundesministerium für Arbeit und Soziales geplante juristische Definition des PraktikantInnenstatus ist eine notwendige Voraussetzung. Ausgehend von dieser, sollen PraktikantInnen einen Nachweis (z.B. in Form eines Ausweises) erhalten, die der betreffende Betrieb ausstellen muss.

Praktika gewinnen immer mehr an Bedeutung für die berufliche Zukunft junger Menschen. In einigen Fällen ist ein Praktikum sogar Bedingung für die Zulassung zur Weiterbildung. Jede/r zweite Praktikant/in ist dabei auf finanzielle Unterstützung angewiesen, da lediglich ein Drittel aller Praktika ausreichend vergütet werden (vgl. Studie „Was ist Gute Arbeit?“ des Statistischen Bundesamtes). Vor allem für sozial schwache Menschen ergibt sich hieraus ein Problem.

Wir begrüßen die Bemühungen des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales, der Tendenz zur Ausbeutung von PraktikantInnen entgegenzuwirken. Allerdings verbessern die geplanten Maßnahmen deren Situation nicht hinreichend, da diese lediglich eine Unterscheidung von Praktikum und Anstellung definieren, um der Ausbeutung von Fachkräften entgegenzuwirken.