Resolution zum Internationalen Frauentag

Aus SPD Baden-Württemberg
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Beschluss der Juso-Landesdelegiertenkonferenz 2009 vom 07. bis zum 08. März 2009 in Ravensburg


Seit 1921 begehen Menschen am 08. März den Internationalen Frauentag. Dieser wurde bereits 1910 von Clara Zetkin auf der 2. Internationalen Sozialistischen Frauenkonferenz gefordert. Der Tag wird seit jeher zum Anlass genommen, um auf soziale Probleme und Missstände von Frauen in der Gesellschaft aufmerksam zu machen.

Es wurde vieles errungen. Seit 90 Jahren haben Frauen durch die Einführung des Frauenwahlrechts die Möglichkeit, aktiv am politischen Geschehen teilzunehmen.

Erst seit 51 Jahren darf der Ehemann das Arbeitsverhältnis seiner Ehefrau nicht mehr kündigen und hat nicht mehr die alleinige Entscheidungsgewalt in der Ehe.

Erst seit 32 Jahren muss eine Frau nicht mehr ihren Ehemann um Erlaubnis bitten, wenn sie arbeiten möchte und ist die Hausfrauenehe nicht mehr als Standard im BGB gesetzlich festgeschrieben.

Erst seit 16 Jahren ist Gewalt in der Ehe strafbar.

Trotz dieser Errungenschaften, v.a. der Sozialdemokratie, gibt es auch heute noch zahlreiche Ungerechtigkeiten, deren Bekämpfung für uns Jusos auch heute noch ein Kernthema unserer politischen Aktivität ist.

52 Prozent aller Menschen in Deutschland sind Frauen. Deswegen fordern wir mehr Frauen in Spitzenpositionen. U.a. fordern wir eine gleiche Berücksichtigung von beiden Geschlechtern in Aufsichtsräten und Vorständen deutscher Unternehmen sowie einen deutlich höheren Anteil an Professorinnen an deutschen Hochschulen. Dieser liegt derzeit bei 12 Prozent!

Frauen verdienen in der heutigen Zeit in vergleichbaren Stellen immer noch deutlich weniger als ihre männlichen Kollegen. Das ist für uns nicht hinnehmbar!

Deshalb gilt: Gleicher Lohn für gleiche Arbeit.

Deshalb lasst uns schreiten Seite an Seit, damit alle Teile der Gesellschaft dafür kämpfen, dass es endlich zu einer wirklichen Gleichstellung der Geschlechter kommt!

Allen Frauen wünschen wir „Alles Gute zum Internationalen Frauentag!“