Rechenschaftsbericht des Landesvorstands

Aus SPD Baden-Württemberg
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Dieses Arbeitsjahr der Jusos Baden-Württemberg wird als eines der bewegteren Jahre in die Geschichte unseres Landesverbandes eingehen. Im zweiten Teil unseres Arbeitsjahres stand die Aufarbeitung von eingefahrenen Verhaltensmustern und typischen Reflexen vergangener Jahre im Fokus und wir sind uns alle darüber einig, Veränderung für und in unserem Landesverband jetzt umzusetzen. Der Landesvorstand hat sich in einem offenen Briefen an alle Mitglieder im Land umfassend zu den Vorkommnissen rund um die Nutzung von Mitgliederdaten geäußert und zeitgleich einen Prozess initiiert der einen Kulturwandel bei den Jusos Baden-Württemberg eingeleitet hat. Nicht zuletzt hat die Zuhörtour der Juso-Landesvorsitzenden dank der Ideen und Vorstellungen der Mitglieder in den Kreisverbänden viele gute und besonders konkrete Ideen für die nächsten Jahre hervorgebracht. Diese konkreten Ideen bilden die Basis für unser “Miteinander-Manifest”, welches die Grundlage für die zukünftige Zusammenarbeit bei den Jusos Baden-Württemberg bilden wird. Neben diesem Teil der vergangenen zwölf Monate wurde mit der “Fridays for Future”-Bewegung deutlich, wie richtig der inhaltliche Fokus auf Klimapolitik und die ökosoziale Wende ist. Unsere Politikwerkstätten und weitere Veranstaltungen haben die Erarbeitung eines Leitantrages ermöglicht, mit dem wir eine abgewogene und insbesondere zukunftsorientierte Positionierung vorschlagen. Wir nehmen damit einerseits Rücksicht auf die Interessen von ArbeitnehmerInnen, strengen uns aber genauso vehement für die Erhaltung unserer Umwelt und ein Abbremsen der Klimaveränderungen an. Mit diesem Rechenschaftsbericht wollen wir einen Überblick über die Arbeit der Jusos Baden-Württemberg geben und das Engagement unserer mehr als 6.000 Mitglieder im Land würdigen.

Wir haben nur einen Planeten - UNSERE ökosoziale Wende Mit unserem inhaltlichen Schwerpunkt haben wir in diesem Arbeitsjahr wieder bewiesen, dass wir die drängenden gesellschaftlichen Fragen erkennen und politische Antworten auf die Herausforderungen unserer Zeit geben wollen. In zwei Projektgruppen haben wir auf zwei Politikwerkstätten und unserem WIR-Kongress gemeinsam mit vielen Teilnehmerinnen und Teilnehmern aus dem ganzen Bundesland über Wege und Lösungen diskutiert, wie wir nicht nur den Klimawandel und die resultierenden Problemstellungen gestalten wollen, sondern wie wir unseren Planeten mit UNSERER ökosozialen Wende verändern möchten. Für uns ist dabei klar: wir müssen die notwendigen Veränderungen jetzt einleiten und dürfen nicht noch weitere wertvolle Zeit durch mühselige Diskussionen verstreichen lassen. In den beiden Projektgruppen “Hier bei uns” und “In der Welt” haben wir die unterschiedlichen Dimensionen unseres Arbeitsthemas genau beleuchtet und aufgezeigt, dass wir nur gemeinsam etwas erreichen können. Deutschland und wir als Bürgerinnen und Bürger müssen eine Vorreiterrolle hin zu einem klimaneutralen Leben einnehmen; gleichzeitig Bedarf es aber einer stärkeren Zusammenarbeit innerhalb der internationalen Gemeinschaft bei der das Wohl aller auf unserem Planeten und nicht die Vorteile für einzelne Staaten im Mittelpunkt stehen.

Inhaltlicher Motor: Unsere Politikwerkstätten Mit dem Politikwerkstätten haben wir im vergangenen Jahr das alte Konzept Verbandswochenende weiterentwickelt. Ziel war es diese lockerer und vielfältliger aufzustellen und auch abseits unseres Schwerpunktthemas Raum für inhaltliche Diskussionen zu bieten. Der inhaltliche Fokus lag dennoch klar auf der ökosozialen Wende, deren Facetten wir in zahlreichen Workshops diskutiert haben. Dass die Ergebnisse dieser Workshops in den Leitantrag für die LDK einfließen macht die Politikwerkstätten neben dem WIR-Kongress zum zentralen inhaltlichen Motor der Jusos Baden-Württemberg. Auf der Politikwerkstatt in Heilbronn im Oktober 2018 haben wir bei einer Besichtigung des Geländes der Bundesgartenschau unseren Horizont erweitert. In Rottweil haben wir auf unserer zweiten Politikwerkstatt eine Diskussion um das bedingungslose Grundeinkommen geführt. Mit Freiwilligen sind wir zudem im Anschluss an die Politikwerkstatt nach Reutlingen gefahren, um dort den Schlussspurt des sozialdemokratischen OB-Wahlkampfs zu unterstützen. Erstmalig haben wir mit der Rottweiler Politikwerkstatt ein Seminar von Freitag bis Samstag abgehalten und können hier ein sehr positives Fazit ziehen. Projektgruppe “Hier bei uns” Die Projektgruppe „Hier bei uns“ hat sich im vergangenen Jahr intensiv mit der ökosozialen Wende in Deutschland beschäftigt. Im Verlauf des Arbeitsjahres widmete sich die Projektgruppe der Beantwortung diverser Fragen: mit ExpertInnen aus den jeweiligen Bereichen wurde über die Themen “Zukunft der Mobilität”, “Ressourcenmanagement”, “Kohleausstieg”, “gesunde Umwelt für alle” und unter anderem auch über das Thema “Massentierhaltung” diskutiert. Die Projektgruppe hat dabei viel Wert darauf gelegt ReferentInnen aus verschiedenen Organisationen einzuladen. Neben dem Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) und dem Landestierschutzverein Baden-Württemberg konnte beispielsweise auch der Naturschutzbund Deutschland (NABU) für einen Input gewonnen werden. Die Vielzahl an externen ReferentInnen hat dazu beigetragen, dass eigenen Diskussionen und Meinungen durch die externe Perspektive ergänzt und erweitert wurden. Der Anspruch der Projektgruppe war es Antworten zu finden, Lösungen zu diskutieren und ein Konzept auszuarbeiten, um dafür zu sorgen, dass das Thema weiterhin eine wichtige Rolle in der politischen Diskussion spielen wird. Projektgruppe “In der Welt” Mit den internationalen Dimensionen des Klimawandels hat sich im vergangenen Jahr die Projektgruppe “In der Welt” beschäftigt. Thematisch wurden die globalen Auswirkungen des Klimawandels insbesondere auf Frieden und Entwicklungsländer diskutiert, die Möglichkeiten und Grenzen internationaler Klimapolitik einzuordnen sowie Forderungen für die deutsche und europäische Politik erarbeitet. Aufgrund der breite dieser Themen wurde oft auf den Einsatz von Referierenden verzichtet und auf vielfältige andere Methoden, wie Planspiele, Filme. Gruppen- und Textarbeiten zurückgegriffen. Nichtsdestotrotz konnte mit den Jugenddelegierten für Nachhaltige Entwicklung namhafte Referierende gewonnen worden. Der Projektgruppe ist es auf den Projektwerkstätten und dem WIR-Kongressen gelungen, klimapolitische Probleme zu analysieren, Grundsatzfragen zu erörtern und Lösungsansätze zu entwickeln und zu bewerten. Kommunalwahlkampf Jusos machen Kommunalpolitik mit Leidenschaft. Bei der Wahl 2014 haben es rund 180 Kandidatinnen und Kandidaten in die Stadt- und Gemeinderäten geschafft. Das Ziel des Landesvorstandes für diese Wahl war es, dass die Anzahl der sozialdemokratischen JungpolitikerInnen gehalten und wenn möglich ausgebaut wird. Wie gewohnt waren die Jusos in ganz Baden-Württemberg der treibende Motor im Wahlkampf und haben auf den Straßen für den Einzug möglichst vieler junger Menschen in die Kommunalparlamente gekämpft. Unser Kernpunkte unseres Konzepts für die Kommunalwahl-Kampagne wurden mit einer Hand voller Kreisverbände aller Größenordnung bei einer Kickoff-Veranstaltung in der Landesgeschäftsstelle in Stuttgart ausgearbeitet und durch die Ideen des Landesvorstands und in Absprache mit bereits in Kommunalparlamenten vertretenen Jusos ergänzt. Um eine möglichst zielführende und effiziente Kampagne zu ermöglichen, stand der Landesvorstand auch im weiteren Verlauf im engen Austausch mit den von den Kreisverbänden benannten WahlkampfleiterInnen. Im Rahmen der Kommunalwahl wurde den Kreisverbänden eine Vielzahl von Materialien zur Verfügung gestellt, darunter zwei Ausführungen eines zentralen Flyers, eine Tür-zu-Tür-Karte, zwei Sticker, eine Vorlage für Visitenkarten sowie diverse im Wahlkampf entstandene Sharepic-Vorlagen. Bei allen Dateien handelte es sich um individualisierbare Dokumente, die von den Kreisverbänden selbst bearbeitet werden konnten. Das Social Media Team des Juso-Landesvorstands hatte seine Hilfe dabei wiederholt angeboten, dies wurde in der Regel auch gut angenommen. Des Weiteren wurden die Kreisverbände im Laufe des Jahres durch inhaltliche und methodische Bildungsangebote im Rahmen unserer Landesveranstaltungen unterstützt. Europawahlkampf Auch im vergangenen Arbeitsjahr standen wieder Wahlkämpfe an. Neben der Kommunalwahl fand am 26. Mai 2019 die Europawahl statt. Auch hier waren wir Jusos natürlich aktiv. Neben der Entwicklung von Themenflyern zur europäischen Vision, zu den Vorteilen der EU sowie zur europäischen Asylpolitik, die zum großen Teil an die Kreisverbände für den Wahlkampf vor Ort verteilt wurden, fand auch die „Gemeinsam für mehr - Tour“ statt. Die Vorbereitungen hierfür starteten mit einem Workshop auf dem WIR-Kongress im März, bei dem fleißige und kreative HelferInnen unser notwendiges Equipment „bastelten“. Gewappnet mit der gewünschten Ausrüstung startete dann im Mai unsere Bustour, die uns nach Stuttgart, Heilbronn, Ulm, Reutlingen, Tübingen, Karlsruhe, Mannheim, Freiburg und Konstanz führte. Mit unseren Schildern, auf denen gegensätzliche Aussagen wie z.B. „Den Klimawandel gibt es nicht, das nennt man Wetter.“ und „Gemeinsam für mehr Klimaschutz“ standen, konnten wir erfolgreich die Aufmerksamkeit der PassantInnen auf uns lenken und mit vielen BürgerInnen ins Gespräch kommen, um sie von unseren europäischen Ideen zu überzeugen. Unser WIR-Kongress Am Wochenende des 23. und 24. März trafen sich die Jusos Baden-Württemberg im Freien Musikzentrum e.V. in Stuttgart zu ihrem zweiten Verbandshighlight neben der Landesdelegiertenkonferenz im Sommer, dem WIR-Kongress. Auch in diesem Arbeitsjahr haben wir den WIR-Kongress unter anderem genutzt um die inhaltliche Auseinandersetzung mit unserem Arbeitsthema in den beiden Projektgruppen abzuschließen. Besonders begeistert waren die Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus fast allen Kreisverbänden vom diesjährigen kulinarischen Angebot: erstmals erfolgte die Verpflegung bei bestem Wetter durch einen Foodtruck, der uns am Samstag hervorragend versorgt hat. Der Nachmittag des ersten Kongress-Tages stand ganz im Zeichen der Reflexion und des gegenseitigen Austausches. Ziel war es, dass sich die Teilnehmenden offen und ehrlich darüber austauschen, was in unserem Landesverband besser laufen kann und welche Schritte notwendig sind um in Zukunft ein besseres Miteinander zu erreichen. An vier Thementischen, die von den stellvertretenden Landesvorstandsmitgliedern betreut wurden, wurde ausführlich über die Themen “Jusos untereinander”, “Landesverband und Kreisverbände”, “Jusos und die SPD” und “Jusos in der Öffentlichkeit” diskutiert. Am Samstagabend unterstützen wir die Jusos Stuttgart in der Stuttgarter Innenstadt bei ihrer Unterschriftenaktion für die Einführung eines Nachtbügermeisters bzw. einer Nachtbürgermeisterin. Nach dem Ende des offiziellen Teils am Sonntag Mittag fand die vom Landesvorstand angebotene Bonusrunde zur Vorbereitung des anstehenden Kommunal- und Europawahlkampfes bei den Teilnehmerinnen und Teilnehmer großen Anklang. In zwei zusätzlichen Workshopphasen konnte unter anderem über Wahlkampfaktionen und die Herausforderungen von Frauen in der Kommunalpolitik diskutiert werden. Unsere Neumitgliederseminare Im Laufe des Jahres durften sich die Jusos über Neueintritte und begeisterte Neumitglieder freuen. Um die neuen Mitglieder willkommen zu heißen und sie unmittelbar in die Arbeit der Jusos zu integrieren haben wir auch in diesem Arbeitsjahr das erfolgreiche Format der Neumitgliederseminare fortgeführt. Dazu trafen wir uns in der ersten Hälfte des Arbeitsjahres 20. und 21. Oktober in Filderstadt und in der zweiten Hälfte des Arbeitsjahres am 11. und 12. Mai in Bad Urach. Als Gäste durften wir Saskia Esken und Ramazan Selcuk begrüßen, mit denen wir im Rahmen von Kamingesprächen einen spannenden Austausch hatten. Im Programm der Seminare konnten die neuen Mitglieder sowohl den Verband, als auch sich untereinander besser kennenlernen. So haben wir ihm Rahmen von Workshops die Grundwerte der SPD erörtert und diskutiert, die Strukturen der Jusos kennengelernt und einen Einblick in die Positionen der Jusos-Baden-Württemberg vermittelt. Zudem haben wir unsere Neumitglieder mit Methodenworkshops zu Rhetorik und Wahlkampfmethoden geschult und für die Arbeit in der Partei fit gemacht. Unsere Arbeit in der SPD und im Land Das vergangenen Arbeitsjahr war für die SPD Baden-Württemberg ein wegweisendes Jahr. Der strukturelle Erneuerungsprozess der vergangenen zwei Jahre wurde zu einem vorläufigen Abschluss gebracht, die Delegierten des Landesparteitages in Sindelfingen haben mit Andreas Stoch einen neuen Landesvorsitzenden gewählt und wir als Jusos Baden-Württemberg haben mit unserem großen Antrag “Strukturdebatten überwinden - gesellschaftliche Fragen lösen” die inhaltliche und organisatorische Arbeit der Landespartei maßgeblich mitgestaltet. Der Herbst 2018 war innerhalb der SPD Baden-Württemberg vom Mitgliederentscheid um den SPD Landesvorsitz geprägt. Mit Leni Breymaier und Lars Castellucci gab es zwei Kandidierende aus den Reihen der Bundestagsabgeordneten. Als Jusos Baden-Württemberg haben wir mit unserem “TV-Duell” auf Facebook neue Wege beschritten und beiden Kandidierenden mit ernsten und witzigen Fragen die Möglichkeit gegeben sich einem breiten Publikum zu präsentieren. Rund 10.000 Zuschauerinnen und Zuschauer haben dieses besondere Format live mitverfolgt und hatten die Möglichkeit direkt Fragen an die Kandidierenden zu stellen. Im Nachgang zu unserem “TV-Duell” waren Leni und Lars bei unserem Landesausschuss in Bietigheim-Bissingen zu Gast. Nach einer intensiven und fairen Debatte, sprach sich die Mehrheit der Kreisverbände dafür aus, die Kandidatur von Lars Castellucci als Juso Landesverband zu unterstützen. Auf dem Landesparteitag in Sindelfingen wurde Andreas Stoch mit knapper Mehrheit zum Vorsitzenden der SPD Baden-Württemberg gewählt. Für uns als Jusos war dabei immer klar: wir arbeiten mit dem neuen Vorsitzenden vertrauensvoll und zielorientiert zusammen. Mit großer Mehrheit haben die Delegierten außerdem unserem Antrag zur Überwindung von Strukturdebatten und der stärkeren Fokussierung auf die Lösung gesellschaftlicher Fragen zugestimmt. Konkret forderten wir hier unter anderem die Abschaffung der Parteiflügel und einen inhaltlich stärkeren Fokus auf Fragen der Umwelt und Klimapolitik. Im Rahmen eines offenen Briefes haben wir uns März an Katarina Barley und Udo Bullmann gewandt und unsere Haltung zu Uploadfiltern bekräftigt. Mit nur drei Ausnahmen haben diesen Brief alle Kreisverbände und sämtliche Mitglieder des Juso-Landesvorstandes unterschrieben. Unsere Bemühungen sowie der Jusos insgesamt trugen am Ende Früchte: Auf dem Europakonvent am 23. März setzte die SPD ein deutliches Signal gegen Uploadfilter. Neben unserer Arbeit innerhalb der SPD haben wir in diesem Arbeitsjahr wieder einen starken Fokus auf unsere Präsenz in den Print- und Online-Medien gerichtet. Mit zahlreichen Pressemitteilunge bzw. -zumeldungen, Interviews und Gesprächen mit Journalistinnen und Journalisten haben wir zu den verschiedensten Themen Stellung bezogen. Statements zu klassischen sozialdemokratischen Themen und Positionen der Jusos Baden-Württemberg waren dabei genauso Inhalt wie unsere andauernde Kritik an der Politik der grün-schwarzen Landesregierung. Um für unsere öffentlichen Positionierungen und Meinungen eine über die klassischen Medien hinausgehende und möglichst große Reichweite zu erreichen haben wir in diesem Jahr die gut funktionierende multimediale Kommunikationsstrategie der vergangenen Jahre weiter ausgebaut. Eine starke Verknüpfung unserer Pressearbeit mit unseren Aktivitäten in den sozialen Medien ist eines unserer Markenzeichen und sorgt dafür, dass wir mit unseren Inhalten verschiedenen Zielgruppen erreichen.


Spezifische Themen im Fokus: Unsere Tagesseminare Zusätzlich zur inhaltlichen Auseinandersetzung mit unserem diesjährigen Arbeitsschwerpunkt haben wir vier Tagesseminare mit unterschiedlichen inhaltlichen Schwerpunkten angeboten. Tagesseminar Jusos im Schulalter Das Tagesseminar „Jusos im Schulalter“ fand dieses Jahr in Karlsruhe statt. Die Schülerinnen und Schüler in unserem Verband hatten dabei die Möglichkeit, sich einen Tag lang über spezifische Themen miteinander auszutauschen. Wir haben mit den TeilnehmerInnen erörtert, welche Themen für SchülerInnen besonders wichtig sind und was jede und jeder einzelne bei sich vor Ort für eine starke politische Schülerschaft tun kann. Neben dem inhaltlichen Austausch wurden auch einige organisatorische Diskussionen geführt. Dabei zeigte sich, dass sich viele Schülerinnen und Schüler in den Kreisverbänden mehr Vernetzung untereinander und stärkeres Engagement des Landesverbandes in diesem Bereich wünschen. Tagesseminar Azubis Zeitgleich mit dem Tagesseminar zu den Jusos im Schulalter war ein Tagesseminar für „Azubis“ geplant. Die Auszubildenden in unserem Verband sollten dabei die Möglichkeit bekommen, sich einen Tag lang über typische Fragen rund um die Ausbildung auszutauschen. Leider musste dieses Tagesseminar aufgrund mäßiger Resonanz und kurzfristiger Krankheitsfälle abgesagt werden. Das Thema ist für uns weiterhin wichtig. Wir werden weiterhin kämpfen, damit unser Landesverband für Auszubildende und junge Arbeitnehmenden attraktiver wird. Tagesseminar Armut Bei unserem dritten Tagesseminar mit dem Thema “Eine Gesellschaft ohne Armut - unsere Vision” haben wir uns inhaltlich mit den verschiedenen Dimensionen des Begriffs “Armut” auseinandergesetzt. Gemeinsam mit verschiedenen ReferentInnen - unter anderem unserer stellvertretenden Fraktionssprecherin Katja Mast - haben wir über politische Lösungsansätze diskutiert. Besonders eindrucksvoll war an diesem Tag unser Stadtrundgang durch Stuttgart gemeinsam mit der Stuttgarter Straßenzeitung “Trott-war”, der uns den Alltag wohnungsloser Menschen näher brachte. Tagesseminar Sexismus Unser letztes Tagesseminar zum Thema “Sexismus im Alltag” wird im Juni nach Antragsschluss stattfinden. Ziel ist es über Formen von Sexismus und herablassendem Verhalten gegenüber Frauen in unserer Gesellschaft und in alltäglichen Situationen zu diskutieren und aufzuzeigen was jede und jeder von uns in ihrem und seinem direkten Umfeld gegen Seximus tun kann.

Stark in den Regionen - unsere Regio-Arbeit Die Regionen sind bei uns der Ort, in dem kreisübergreifende Arbeit erledigt wird. Viele Probleme hören nicht an der Kreisgrenze auf. Bereits zu Beginn des Arbeitsjahrs begannen wir an der Planung der Regioarbeit der Zukunft zu arbeiten. In diesem Arbeitsjahr fanden immer wieder zentrale und kreisübergreifende Konferenzen unterschiedlichster Ausprägung statt. Von Methoden über Theorie bis hin zur Praxis veranstalteten wir verschiedenste Seminare, Antragswerkstätten und auch Weihnachtsfeiern. Die Regionen sind und bleiben für uns der Ort, an dem viele Probleme gut und richtig adressiert werden können. Eine Intensivierung dieser Zusammenarbeit wird in Zukunft sicher erfolgen. Frauenempowerment Wir Jusos Baden-Württemberg sind ein starker feministischer Verband. Wir wollen uns aber nicht nur inhaltlich mit Feminismus und Diskriminierung auseinandersetzen, sondern Gleichstellung in unserem politischen Alltag leben. Unter dem Motto “Who run the world? Girls!” haben wir daher in diesem Jahr unser neues Frauenempowermentprogramm >GRL PWR< gestartet, im Rahmen dessen wir 15 Genossinnen die Möglichkeit gegeben haben, wichtige Skills für die politische Arbeit und die Zukunft zu erlernen, aber auch Netzwerke in Wirtschaft, Gesellschaft und Politik zu knüpfen. Dazu besichtigten wir beispielsweise ein großes Unternehmen im Raum Stuttgart und setzten uns mit deren Frauenförderung auseinander. Außerdem diskutierten wir u.a. mit VertreterInnen der Oper Stuttgart über das Frauenbild in Kunst und Kultur. Die Juso-Hochschulgruppen Die Juso Hochschulgruppen haben im vergangenen Arbeitsjahr vor allem zwei Ziele verfolgt, zum einen eine stärkere Fokussierung auf die Inhaltliche Arbeit, zum anderen die Etablierung eines Klimas, in welchem sich alle wohlfühlen. Im Bereich der Inhaltlichen Arbeit, hat die LKO in Zusammenarbeit mit den Hochschulgruppen über das Arbeitsjahr hinweg einen Leitantrag zum Thema „Hochschule der Zukunft“ entworfen. Die Forderungen wurden zum einen über die Anregungen der Hochschulgruppen während den LKTs, zum anderen auch auf den Workshops während der Politikwerkstätten sowie des Wir-Kongresses erarbeitet. Zusammengetragen wurden die Ergebnisse dann von der LKO und als Antrag auf der LDK gestellt. Besonders wichtig war der LKO dabei, dass jede und jeder seine Ideen einbringen konnte. Dieses Arbeitsklima wurde von vielen HochschulgrüpplerInnen auf den LKTs lobend hervorgehoben. Dazu beigetragen haben vor Allem zwei Dinge: zum einen ein bewusster Umgang untereinander und zum anderen ein von Respekt geprägtes Miteinander. Uns ist klar, dass es in unserem Verband viele verschiedene Meinungen zu den Unterschiedlichen Themen gibt. Diese zu akzeptieren, sowohl bei gewonnen als auch bei verlorenen Abstimmungen, ist der Schlüssel zu guter Zusammenarbeit. Mit einem Ombuds-Team welches sich ausschließlich darum kümmert, die TeilnehmerInnen auf ihr Verhalten aufmerksam zu machen und gleichzeitig auch vorbildliches Verhalten lobt ohne dabei seine Arbeit zu politisieren, konnte ein Schritt in die richtige Richtung gemacht werden. Auf dem BKT 2018/2 konnten die Juso-Hochschulgruppen durch die Wahl von Tabea Häberle in den Bundesvorstand einen weiteren Erfolg verbuchen. Tabea beschreitet dabei exakt den Weg, welchen wir in der Zusammenarbeit mit dem Bundesvorstand gehen wollen: Unterstützung wo es geht und konstruktive Kritik wo es angebracht ist. Als Hochschulgruppen können wir zusammenfassend auf ein erfolgreiches Arbeitsjahr zurückblicken, welches uns als Verband weiter zusammengeführt hat. Bündnis- und Vernetzungsarbeit Auch im vergangenen Arbeitsjahr standen wir mit Gewerkschaften, politischen Vorfeldorganisationen und Verbänden im Dialog und haben uns in Bündnissen engagiert. Im Europawahljahr waren wir beispielsweise insbesondere bei den Jungen Europäischen Föderalisten auf Podien und Veranstaltungen zu Gast und durften auf dem WIR-Kongress ein Mitglied deren Bundesvorstand bei uns begrüßen. Unsere Zusammenarbeit mit dem Dachverband der Jugendgemeinderäte haben wir versucht zu intensivieren. Als Teil des Bündnisses gegen Uploadfilter haben wir beispielsweise auch zur Demonstration Save the Internet am 23. März in Stuttgart aufgerufen. VertreterInnen von Gewerkschaften, wie zum Beispiel der ver.di-Landesfachbereichsleiter Verkehr Andreas Schackert waren Gäste auf unseren Veranstaltungen. Ebenfalls haben wir sowohl im Rahmen des RPJ als auch in Form von Grußworten auf Landesveranstaltungen mit unseren Kolleginnen und Kollegen der anderen Jugendorganisationen der demokratischen Parteien zusammengearbeitet. Die Jusos Baden-Württemberg im Bundesverband Wie gewohnt haben wir wieder aktiv und konstruktiv im Juso-Bundesverband mitgearbeitet. Auf dem Bundeskongress waren wir mit einer der engagiertesten Delegationen vertreten, haben uns eingebracht und für unsere inhaltlichen Positionen gekämpft. Auf dem Social-Media-Workshop der Bundesjusos haben VertreterInnen unseres Social-Media-Teams teilgenommen. Ebenfalls war Baden-Württemberg mit vielen TeilnehmerInnen auf der Jugendkonferenz in Berlin im April 2019 vertreten. An den Orgakomms haben wir aktiv teilgenommen. An einem vom Bundesvorstand initiierten Brief an Katarina Barley zum Thema Artikel 13 haben wir uns aktiv beteiligt. In den Projektgruppen des Bundesverbandes sowie auf den Bundesausschüssen sind wir mit starken Delegierten vertreten. Landesbüro In diesem Arbeitsjahr stand das Landesbüro in gewohnter Weise den Kreisverbänden, dem Juso-Landesvorstand, dem Landesausschusspräsidium und der Öffentlichkeit bei allen Anfragen rund um die tägliche Arbeit der Jusos Baden-Württemberg zur Verfügung. Bei allen Veranstaltungen des Landesverbandes und der Organisation des Kommunal- und Europawahlkampfes war das Landesbüro intensiv beteiligt. Seit September 2018 wurde unser Landesbüro erstmals durch eine FSJ-Stelle unterstützt, die durch Filomena Caliendo perfekt und mit viel Kreativität ausgefüllt wurde. Zum 28. Februar 2019 beendete Yannick Schulze seine Tätigkeit als Landesgeschäftsführer. Seither ist die Stelle vakant - anfallende organisatorische Tätigkeiten wurden auf die Mitglieder des Landesvorstandes verteilt. Die Neubesetzung der Stelle der Landesgeschäftsführung läuft derzeit. Der Landesvorstand und der Landesausschuss haben hierzu eine Findungskommission eingerichtet, die in Abstimmung mit der SPD dem Landesausschuss eine Nachfolgerin bzw. einen Nachfolger vorschlagen wird. Social Media Team In diesem Jahr haben wir unser Social Media Team neu und ebenso unter neuer Leitung breiter aufgestellt. Zu Beginn des Arbeitsjahres fanden wir uns zu einer Klausurtagung in der Landesgeschäftsstelle zusammen, um erste Planungen zu machen, Kompetenzen zu klären und gemeinsame Ideen auszuloten, die wir anschließend umgesetzt oder uns langfristig auf die Tagesordnung geschrieben haben. Es arbeiten nun deutlich mehr Jusos an unserem Auftritt nach außen, was die Vielzahl unserer Beiträge auf sozialen Netzwerken, aber auch parallel zu Veranstaltungen und Aktionen ermöglicht hat. Dabei hat sich Facebook neben Instagram weiterhin als wichtigster Kanal für unsere Öffentlichkeitsarbeit entpuppt. Auf der einen Seite haben wir mit Sharepics auf unsere Inhalte und unser Verbandsleben aufmerksam gemacht, auf der anderen Seite haben Bewegtbildformate und interaktive Formen der Social Media Arbeit einen neuen Stellenwert in unserem alltäglichen Online-Content bekommen. Beispiele dafür sind die Aktionen zur Aufstellung der Europalisten und zur Erhöhung der Wahlbeteiligung durch im WählerInnenverzeichnis registrierte EU-AusländerInnen. Des Weiteren haben wir auf neue Formate wie den Livestream “Das Duell” gesetzt, für welche wir vor allem positives Feedback bekommen haben. Insgesamt konnten wir unsere bereits erfolgreiche Arbeit fortführen, weiter intensivieren und qualitativ verbessern. Die beiden Kampagnen zur Europa- und Kommunalwahl haben wir selbstredend auch auf Social Media begleitet. So gingen unter dem Motto “Damit morgen läuft” zahlreiche Bilder und Videos online, die unsere politische Kommunikation im Wahlkampf untermauern sollten. Wir freuen uns, dass wir in diesem Rahmen unsere Interaktionen und durchschnittlichen Reichweiten in diesem Jahr weiter erhöhen konnten. Beim WIR-Kongress konnten wir im Rahmen eines Workshops Tipps und Tricks für die alltägliche Social Media Arbeit an unserer Kreisverbände weitergeben. Zusätzlich gab es weitere Workshops in den Kreisverbänden selbst, zu denen immer wieder Mitglieder des Social Media Teams zu rate gezogen wurden. Wir stellen weiterhin fest: Die ehrenamtliche Zusammenstellung des Teams hat sich bewährt. Auch die intensive Zusammenarbeit mit dem Online-Bereich des KONTRA schätzten wir sehr. Hierbei haben wir uns Gedanken gemacht, wie wir unsere Synergien bestmöglich nutzen können - eine Aufgabe, die den kommenden Landesvorstand und die beiden Teams im nächsten Arbeitsjahr weiter beschäftigen wird. Wir freuen uns, dass wir unsere Social Media Arbeit weiter professionalisieren konnten und blicken gespannt auf das nächste Jahr, die vielen kommenden Ideen und stets verbesserten Content, der von den vielen ehrenamtlichen UnterstützerInnen Tag für Tag bereitgestellt wird. Kontra Nach der zentralen Herausforderung zu Beginn des Arbeitsjahres, der Zusammenstellung eines neuen Teams, lag der Fokus des KONTRAs darauf, noch stärker in den Verband hinein zu wirken. Der mittlerweile mehr als drei Jahre existierende Online-Debatten-Blog wurde regelmäßig mit Beiträgen der KONTRA-Redaktion und Gastbeiträgen gefüllt. Erfreulicherweise haben sich viele verschiedene Jusos zu den unterschiedlichsten Themen eingebracht. Beachtlich war hierbei die intensive Beschäftigung mit ausgewählten Themen, so dass auch einige Beitragsserien veröffentlicht werden konnten und somit einen intensiveren Einblick in diese Themen boten. Im Bereich des KONTRA-TV konnten im Laufe des Arbeitsjahres einige Videos veröffentlicht werden, welche auch qualitativ eine Weiterentwicklung darstellten. Mit den Kommunalwahlvideos und dem Video zum Weltfrauentag wurden zudem einige Projekte in Kooperation mit dem Social-Media-Team gestartet. Die Zusammenarbeit mit diesem gestaltete sich dabei auf einem hohen professionellen Niveau. Die Printausgabe musste aufgrund der Situation in der Landesgeschäftsstelle und den daraus resultierenden Druck- und Versand Schwierigkeiten in den Hintergrund treten. Für das KONTRA bot sich damit zugleich auch die Chance sich in anderen Bereichen des Verbandsleben weiterzuentwickeln. Mit der KONTRA-Podiumsdiskussion zum Thema „Kostenlos und für alle – Diskussion um den ÖPNV der Zukunft“ mit hochrangigen externen Gästen und dem Workshop „Ich werde Cutter“ konnten das KONTRA am WIR-Kongress Impulse für die Verbandsarbeit setzen.