Raus aus der bildungspolitischen Sackgasse – für eine Schulpolitik mit Perspektive: Unterschied zwischen den Versionen

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Unter dem Leitmotiv &bdquo;So viel Dorf, wie m&ouml;glich! So viel Zentralisierung, wie n&ouml;tig!&ldquo; wollen wir Jusos die Bildung im l&auml;ndlichen Raum st&auml;rken:<br><br>- Eine &Auml;nderung des &sect; 22 Schulgesetz ist unerl&auml;sslich. Schultr&auml;ger m&uuml;ssen Schulkonzepte eigenst&auml;ndig entwickeln k&ouml;nnen, ohne den Weg der Modellschule zu gehen. Sie sollen die Wahl haben, einzelne bestehende Schulformen zu kombinieren oder eine alle Schultypen vereinende Gesamtschule einzurichten.<br><br>- Solange die Grundschule in ihrer jetzigen Form besteht (vier Klassen), muss eine hauptamtliche und professionelle Betreuung bis zur sechsten Unterrichtsstunde gew&auml;hrleistet sein.<br><br>Eltern k&ouml;nnen dadurch der vollst&auml;ndigen Beaufsichtigung ihrer noch minderj&auml;hrigen Kinder sicher sein. F&uuml;r Ausw&auml;rtige, die beispielsweise auf den Bus warten, w&uuml;rde sich die Situation entspannen. Ebenfalls ensteht durch dieses Angebot eine enorme Entlastung f&uuml;r berufst&auml;tige Eltern. Sie k&ouml;nnen sich darauf verlassen, dass ihr Kind bis zu einer bestimmten Uhrzeit in der Schule ist. Ggf. kann die Arbeitszeit auf die Schulanwesenheit des Kindes so auch besser abgestimmt werden.<br><br>Des Weiteren w&uuml;rde sich die Konkurrenzsituation zwischen einzelnen Schulen durch die verpflichtende Einf&uuml;hrung der durchgehenden Betreuung legen, wovon gerade Schulen im l&auml;ndlichen Raum profitieren.<br><br>- Zur Entlastung von Familien mit&nbsp;Kindern mit Behinderung fordern wir die verst&auml;rkte Integration der Kinder in die Regelschulen. Spezielle F&ouml;rderma&szlig;nahmen f&uuml;r Kinder mit Behinderungen, welche den Unterrichtsbesuch erleichtern und unterst&uuml;tzen, sollen in der Schule durch Fachpersonal erg&auml;nzend zum Unterricht angeboten werden. Schulgeb&auml;ude sind in diesem Zuge baulich darauf vorzubereiten.<br><br>- Der Sch&uuml;lerInnenverkehr im &ouml;ffentlichen Raum muss allgemein verbessert werden. Umstiegsfreie Verbindungen sollten vor allem auf dem Schulweg von j&uuml;ngeren Sch&uuml;lerInnen zum Standard werden.<br><br>Durch diese Ma&szlig;nahmen erreichen wir effizient&nbsp; <br>- kurze Anfahrtswege<br>- individuelle F&ouml;rderung<br>- ganzt&auml;gige und ganzheitliche Betreuung<br><br>Unserem langfristigen Ziel, der dreigliedrigen Basisschule, kommen wir so ein gro&szlig;es St&uuml;ck n&auml;her. Wir wollen M&ouml;glichkeiten schaffen, um eine gute Bildung vor Ort zu erm&ouml;glichen und insbesondere l&auml;ndliche Strukturen zu st&auml;rken. Die besonderen Probleme, die kleine, regionale Schulen zu bewerkstelligen haben, d&uuml;rfen wir nicht stiefm&uuml;tterlich behandeln. Wir m&uuml;ssen vielmehr Anreize schaffen, um diese Schulstandorte beibehalten zu k&ouml;nnen und so den l&auml;ndlichen Raum nachhaltig zu f&ouml;rdern.
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'''Bildungschancen von sozialer Herkunft abkoppeln<br>'''Nur eine kostenfreie Bildung von der KiTa bis zum Hochschulabschluss erm&ouml;glicht m&ouml;glichst vielen jungen Menschen den sozialen Aufstieg durch Bildung.
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Das sture Festhalten am mehrgliedrigen Schulsystem gef&auml;hrdet die fl&auml;chendeckende Schulversorgung auf dem Land und sortiert viele junge Talente bereits nach vier Schuljahren aus&nbsp;&ndash; dabei minimiert ein hoher Bildungsabschluss das Armutsrisiko um ein Vielfaches. Deshalb fordern wir die Abschaffung des mehrgliedrigen Schulsystems. Bis es soweit kommt, wollen wir uns daf&uuml;r einsetzen, dass die Verbindlichkeit von Schulempfehlungen abgeschafft wird. Au&szlig;erdem muss die Bildungspolitik st&auml;rker auf soziale Brennpunkte fokussiert werden.
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Wer jedem Kind die gleichen Bildungschancen einr&auml;umen will, muss weiterhin konsequent daf&uuml;r einstehen, dass jedes Kind die gleichen &bdquo;Startbedingungen&ldquo; hat. Deshalb muss bereits im Vorschulalter jedes Kind die M&ouml;glichkeit der Sprachf&ouml;rderung bekommen.
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Ferner ben&ouml;tigen gerade Sch&uuml;lerInnen aus so genannten &bdquo;bildungsfernen Schichten&ldquo; eine bessere individuelle F&ouml;rderung. Momentan liegt der Klassenteiler an baden-w&uuml;rttembergischen Schulen zwischen 28 und 33 Sch&uuml;lerInnen. Um die individuelle F&ouml;rderung ausbauen zu k&ouml;nnen, muss der Klassenteiler weiter herabgesenkt werden. Immer mehr Kinder f&uuml;hlen sich dem Leistungsdruck an den Schulen nicht mehr gewachsen. Wir fordern daher die fl&auml;chendeckende Einstellung von SchulpsychologInnen und SchulsozialarbeiterInnen.
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Wer sich f&uuml;r die bessere Vereinbarkeit von Familie und Beruf einsetzt, dem muss auch bewusst sein, dass sowohl am Ausbau der Kleinkinderbetreuung als auch der professionellen &bdquo;Kernzeitbetreuung&ldquo; an den Schulen kein Weg mehr vorbei f&uuml;hrt. Ideologische Debatten verschleiern nur den Kern des Problems: die Betreuungssituation in Baden-W&uuml;rttemberg ist unzureichend!<br><br><br>'''Hervorragende Bildung braucht mehr Geld'''<br>Wer erstklassige Bildung will, darf nicht am falschen Ende sparen. Vielmehr muss Bildung oberste Priorit&auml;t im Haushaltsplan haben. Steuersenkungen trotz Mindereinnahmen bei den Steuern im zweistelligen Milliardenbereich gef&auml;hrden Investitionen in die Zukunft. Daher fordern wir die Bundesregierung auf, das verfehlte &bdquo;Wachstumsbeschleunigungsgesetz&ldquo; wieder zur&uuml;ckzunehmen&nbsp;&ndash; denn nur so kann den Kommunen wenigstens ein geringer Spielraum f&uuml;r Investitionen im Bildungsbereich erhalten bleiben.
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Eine geringf&uuml;gige Erh&ouml;hung des Bildungsetats auf Bundesebene behebt allerdings nur die wenigsten Finanzierungsprobleme im Bildungsbereich. Wir setzen uns daher f&uuml;r den Aufschlag um 1&nbsp;Prozent beim Spitzensteuersatz f&uuml;r 100&nbsp;Prozent Bildung ein.<br><br><br>'''(Hoch-) Schulen demokratisieren'''<br>Sch&uuml;lerInnen und StudentInnen muss an den Bildungseinrichtungen ganz konkret die M&ouml;glichkeit gegeben werden, demokratisch an bestimmten Entscheidungsfindungen teilzuhaben. Daher fordern wir die Einf&uuml;hrung der Drittelparit&auml;t in den Schulkonferenzen sowie die Wiedereinf&uuml;hrung der Verfassten Studierendenschaften mit allgemeinpolitischem Mandat an den Hochschulen.
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Einer Einmischung von &bdquo;au&szlig;en&ldquo;, vornehmlich durch gro&szlig;e Konzerne in den Hochschulr&auml;ten, erteilen wir eine Absage. Wir wollen, dass hochschulinterne Entscheidungen auch an den Hochschulen selbst getroffen werden. Die Hochschulr&auml;te wollen wir deshalb abschaffen.<br><br><br>'''Hochschulen unterst&uuml;tzen'''<br>Ziel der Bologna-Reform war es, einen EU-weiten, einheitlichen Bildungsabschluss zu schaffen. Dieses Ziel teilen wir nach wie vor. Wir fordern daher eine wirkliche Umsetzung des Bologna-Prozesses, so dass das Wechseln zwischen verschiedenen Hochschulen vereinfacht wird und die Hochschulabschl&uuml;sse tats&auml;chlich miteinander vergleichbar werden.
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Um der sozialen Selektion vor Beginn des Studiums entgegenzutreten, wird die Kostenfreiheit der Bildung allein nicht gen&uuml;gen. Mit Blick auf die Hochschulst&auml;dte in Baden-W&uuml;rttemberg sehen wir massiven Investitionsbedarf im Bereich des studentischen Wohnens. Denn nicht nur die direkten Bildungsausgaben, sondern auch die hohen Lebenshaltungskosten halten immer mehr junge Menschen vom Beginn eines Studiums ab. Wir fordern die Landesregierung dazu auf, ein Investitionsprogramm zur Unterst&uuml;tzung der Studentenwerke zu starten, damit diese&nbsp;&ndash; gerade im Hinblick auf den doppelten Abiturjahrgang 2012&nbsp;&ndash; neue Wohnheime mit bezahlbaren Zimmerpreisen errichten und marode Wohnheime sanieren k&ouml;nnen, ohne dass dies einen signifikanten Kostenanstieg zur Folge hat.<br><br><br>'''Duales Ausbildungssystem st&auml;rken<br>'''Das deutsche Ausbildungssystem gilt weltweit als vorbildlich. Damit dies auch so bleibt, muss insbesondere die Ausbildungsreife vieler Jugendlicher bereits im Schulleben durch vermehrten Praxisbezug st&auml;rker gef&ouml;rdert werden.<br>'''<br><br>Bessere Ausbildung der Lehrkr&auml;fte im p&auml;dagogischen und psychologischen Bereich.'''&nbsp;<br>Der Unterricht wird nicht alleine durch kleinere Klassenteiler qualitativer, sondern nur durch gut ausgebildete LehrerInnen, die Fachwissen und Erfahrung im Bereich der P&auml;dagogik und Psychologie haben, kann der Unterricht so gestaltet werden, dass sowohl eine hohe Qualit&auml;tssteigerung als auch eine geringe Leistungsstreuung (Egalisierung) erreicht wird.&nbsp;<br><br>Der Lernerfolg der Sch&uuml;lerInnen h&auml;ngt im Wesentlichen von der Vermittlung von Lerninhalten ab. Aus diesem Grund ist es elementar, dass in der Ausbildung der Lehrkr&auml;fte ein gr&ouml;&szlig;erer Fokus auf p&auml;dagogische Inhalte und didaktische Techniken gelegt wird. Daher fordern wir besonders an den Universit&auml;ten mehr Lehrpraxis f&uuml;r die Studierenden. Vorbild k&ouml;nnte hierbei der Studienplan an den P&auml;dagogischen Hochschulen sein durch mehr Blockpraktikas, die parallel zum gesamten Studienverlauf stattfinden. So k&ouml;nnen die Lehramtsstudierenden die erforderlichen Erfahrungen im Schulalltag sammeln. Begleitend hierzu m&uuml;ssen in der theoretischen Ausbildung psychologische Grundlagen erlernt werden, um auf die individuellen Bed&uuml;rfnisse der Sch&uuml;lerInnen eingehen zu k&ouml;nnen. Im Anschluss an die universit&auml;re Ausbildung m&uuml;ssen verpflichtende Weiter- und Fortbildungen durchgef&uuml;hrt werden, um die F&auml;higkeiten der Lehrkr&auml;fte stetig weiter zu entwickeln, so dass allen Sch&uuml;lerInnen ein qualitativ hochwertiger Unterricht garantiert wird.<br><br>Wir stehen f&uuml;r eine Bildungspolitik mit Perspektive, eine qualitativ hochwertige Bildung und gleiche Chancen f&uuml;r alle!

Aktuelle Version vom 19. Juni 2010, 14:25 Uhr

Beschluss der Juso-Landesdelegiertenkonferenz 2010 vom 08. bis zum 09. Mai 2010 in Konstanz


Bildungschancen von sozialer Herkunft abkoppeln
Nur eine kostenfreie Bildung von der KiTa bis zum Hochschulabschluss ermöglicht möglichst vielen jungen Menschen den sozialen Aufstieg durch Bildung.

Das sture Festhalten am mehrgliedrigen Schulsystem gefährdet die flächendeckende Schulversorgung auf dem Land und sortiert viele junge Talente bereits nach vier Schuljahren aus – dabei minimiert ein hoher Bildungsabschluss das Armutsrisiko um ein Vielfaches. Deshalb fordern wir die Abschaffung des mehrgliedrigen Schulsystems. Bis es soweit kommt, wollen wir uns dafür einsetzen, dass die Verbindlichkeit von Schulempfehlungen abgeschafft wird. Außerdem muss die Bildungspolitik stärker auf soziale Brennpunkte fokussiert werden.

Wer jedem Kind die gleichen Bildungschancen einräumen will, muss weiterhin konsequent dafür einstehen, dass jedes Kind die gleichen „Startbedingungen“ hat. Deshalb muss bereits im Vorschulalter jedes Kind die Möglichkeit der Sprachförderung bekommen.

Ferner benötigen gerade SchülerInnen aus so genannten „bildungsfernen Schichten“ eine bessere individuelle Förderung. Momentan liegt der Klassenteiler an baden-württembergischen Schulen zwischen 28 und 33 SchülerInnen. Um die individuelle Förderung ausbauen zu können, muss der Klassenteiler weiter herabgesenkt werden. Immer mehr Kinder fühlen sich dem Leistungsdruck an den Schulen nicht mehr gewachsen. Wir fordern daher die flächendeckende Einstellung von SchulpsychologInnen und SchulsozialarbeiterInnen.

Wer sich für die bessere Vereinbarkeit von Familie und Beruf einsetzt, dem muss auch bewusst sein, dass sowohl am Ausbau der Kleinkinderbetreuung als auch der professionellen „Kernzeitbetreuung“ an den Schulen kein Weg mehr vorbei führt. Ideologische Debatten verschleiern nur den Kern des Problems: die Betreuungssituation in Baden-Württemberg ist unzureichend!


Hervorragende Bildung braucht mehr Geld
Wer erstklassige Bildung will, darf nicht am falschen Ende sparen. Vielmehr muss Bildung oberste Priorität im Haushaltsplan haben. Steuersenkungen trotz Mindereinnahmen bei den Steuern im zweistelligen Milliardenbereich gefährden Investitionen in die Zukunft. Daher fordern wir die Bundesregierung auf, das verfehlte „Wachstumsbeschleunigungsgesetz“ wieder zurückzunehmen – denn nur so kann den Kommunen wenigstens ein geringer Spielraum für Investitionen im Bildungsbereich erhalten bleiben.

Eine geringfügige Erhöhung des Bildungsetats auf Bundesebene behebt allerdings nur die wenigsten Finanzierungsprobleme im Bildungsbereich. Wir setzen uns daher für den Aufschlag um 1 Prozent beim Spitzensteuersatz für 100 Prozent Bildung ein.


(Hoch-) Schulen demokratisieren
SchülerInnen und StudentInnen muss an den Bildungseinrichtungen ganz konkret die Möglichkeit gegeben werden, demokratisch an bestimmten Entscheidungsfindungen teilzuhaben. Daher fordern wir die Einführung der Drittelparität in den Schulkonferenzen sowie die Wiedereinführung der Verfassten Studierendenschaften mit allgemeinpolitischem Mandat an den Hochschulen.

Einer Einmischung von „außen“, vornehmlich durch große Konzerne in den Hochschulräten, erteilen wir eine Absage. Wir wollen, dass hochschulinterne Entscheidungen auch an den Hochschulen selbst getroffen werden. Die Hochschulräte wollen wir deshalb abschaffen.


Hochschulen unterstützen
Ziel der Bologna-Reform war es, einen EU-weiten, einheitlichen Bildungsabschluss zu schaffen. Dieses Ziel teilen wir nach wie vor. Wir fordern daher eine wirkliche Umsetzung des Bologna-Prozesses, so dass das Wechseln zwischen verschiedenen Hochschulen vereinfacht wird und die Hochschulabschlüsse tatsächlich miteinander vergleichbar werden.

Um der sozialen Selektion vor Beginn des Studiums entgegenzutreten, wird die Kostenfreiheit der Bildung allein nicht genügen. Mit Blick auf die Hochschulstädte in Baden-Württemberg sehen wir massiven Investitionsbedarf im Bereich des studentischen Wohnens. Denn nicht nur die direkten Bildungsausgaben, sondern auch die hohen Lebenshaltungskosten halten immer mehr junge Menschen vom Beginn eines Studiums ab. Wir fordern die Landesregierung dazu auf, ein Investitionsprogramm zur Unterstützung der Studentenwerke zu starten, damit diese – gerade im Hinblick auf den doppelten Abiturjahrgang 2012 – neue Wohnheime mit bezahlbaren Zimmerpreisen errichten und marode Wohnheime sanieren können, ohne dass dies einen signifikanten Kostenanstieg zur Folge hat.


Duales Ausbildungssystem stärken
Das deutsche Ausbildungssystem gilt weltweit als vorbildlich. Damit dies auch so bleibt, muss insbesondere die Ausbildungsreife vieler Jugendlicher bereits im Schulleben durch vermehrten Praxisbezug stärker gefördert werden.


Bessere Ausbildung der Lehrkräfte im pädagogischen und psychologischen Bereich.
 
Der Unterricht wird nicht alleine durch kleinere Klassenteiler qualitativer, sondern nur durch gut ausgebildete LehrerInnen, die Fachwissen und Erfahrung im Bereich der Pädagogik und Psychologie haben, kann der Unterricht so gestaltet werden, dass sowohl eine hohe Qualitätssteigerung als auch eine geringe Leistungsstreuung (Egalisierung) erreicht wird. 

Der Lernerfolg der SchülerInnen hängt im Wesentlichen von der Vermittlung von Lerninhalten ab. Aus diesem Grund ist es elementar, dass in der Ausbildung der Lehrkräfte ein größerer Fokus auf pädagogische Inhalte und didaktische Techniken gelegt wird. Daher fordern wir besonders an den Universitäten mehr Lehrpraxis für die Studierenden. Vorbild könnte hierbei der Studienplan an den Pädagogischen Hochschulen sein durch mehr Blockpraktikas, die parallel zum gesamten Studienverlauf stattfinden. So können die Lehramtsstudierenden die erforderlichen Erfahrungen im Schulalltag sammeln. Begleitend hierzu müssen in der theoretischen Ausbildung psychologische Grundlagen erlernt werden, um auf die individuellen Bedürfnisse der SchülerInnen eingehen zu können. Im Anschluss an die universitäre Ausbildung müssen verpflichtende Weiter- und Fortbildungen durchgeführt werden, um die Fähigkeiten der Lehrkräfte stetig weiter zu entwickeln, so dass allen SchülerInnen ein qualitativ hochwertiger Unterricht garantiert wird.

Wir stehen für eine Bildungspolitik mit Perspektive, eine qualitativ hochwertige Bildung und gleiche Chancen für alle!