Ombudskonzept der Jusos Baden-Württemberg

Aus SPD Baden-Württemberg
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Bei den Jusos Baden-Württemberg pflegen wir eine Kultur des Miteinanders – hierzu gehört, gemeinsam dafür zu sorgen, dass sich alle Mitglieder auf unseren Veranstaltungen (von der Landesdelegiertenkonferenz bis zur Politikwerkstatt) wohlfühlen und sich gleichberechtigt am Verbandsleben beteiligen können. Zu Beginn des Arbeitsjahrs 2017/18 haben wir unter dieser Maßgabe erstmals eine Ombudsperson gewählt. Dieses Modell hat sich in vielerlei Hinsicht bewährt. Doch um die Präsenz sowie Ansprechbarkeit zu verbessern, haben wir im Rahmen des Arbeitsprogramms 2019/20 die Entscheidung getroffen, die Ombudsperson zu einem Ombudsteam weiterzuentwickeln. Das vorliegende Konzept dient dazu, dessen Kriterien, Aufgabenbereiche und Hintergründe festzulegen.

Zweck und Ziele

Als Juso-Landesverband verurteilen wir jegliche Formen von Diskriminierung, übergriffigem oder grenzüberschreitendem Verhalten. Während und zwischen unseren Veranstaltungen wollen wir eine entspannte, respektvolle und kooperative Atmosphäre schaffen – deshalb setzen wir ein Ombudsteam ein, das bei Konflikten interveniert und vermittelnd tätig wird.

Besetzung und Anforderungen

Das Ombudsteam o wird auf dem ersten Landesausschuss eines jeden Arbeitsjahrs demokratisch gewählt. o besteht aus drei Personen, wobei jede*r in Baden-Württemberg gemeldete Juso das Recht hat, zu kandidieren. Wer jedoch weitere Ämter auf Juso-Landes- und/ oder Bundesebene ausfüllt, kann nicht Mitglied des Ombudsteams werden. o ist quotiert. Zudem soll nach Möglichkeit darauf geachtet werden, dass unterschiedliche sexuelle Identitäten repräsentiert werden. Die Mitglieder des Ombudsteams zeichnen sich durch persönliche Eigenschaften wie Einfühlungsvermögen, Sensibilität und Kommunikationsfähigkeit aus. Bereits gesammelte Erfahrungen in der Jugendarbeit und damit verbundene Nachweise -zum Beispiel die Jugendleitercard (JuLeiCa)- begrüßen wir ausdrücklich.

Zuständigkeiten und Aufgaben

Das Ombudsteam wird aktiv, wenn grenzüberschreitendes und/oder diskriminierendes Verhalten selbst beobachtet, wenn von anderen darauf hingewiesen oder von betroffenen Personen um Hilfe gebeten wird. Im Rahmen dessen legt das Ombudsteam Wert auf Deeskalation, die Schlichtung des aufgetretenen Konflikts und garantiert Vertraulichkeit. Des Weiteren achtet das Ombudsteam auf unseren beschlussfassenden Veranstaltungen auf das Redeverhalten der Teilnehmer*innen. Auf übereinstimmenden Wunsch der Beteiligten hin kann das Ombudsteam außerdem bei (persönlichen) Problemen zwischen Einzelpersonen und Gliederungen als Moderator*in auftreten. Ein Mitglied des Ombudsteams wird in den Juso-Landesvorstand kooptiert, um in regelmäßigen Abständen Bericht zu erstatten. Dabei ist das Ombudsteam ausdrücklich kein politisches Gremium oder in politischen Angelegenheiten beratend tätig, sondern der Neutralität verpflichtet. Das Ombudsteam ist für alle Jusos ansprechbar, dies wird zum einen dadurch gewährleistet, dass auf jeder Landesverbandsveranstaltung mindestens zwei seiner Mitglieder anwesend sind. Sollte das aus terminlichen Gründen nicht möglich sein, sorgt der Landesvorstand im Voraus für entsprechenden Ersatz. Zum anderen ist das Ombudsteam über eine einheitliche Handynummer sowie falls gewünscht über ihre privaten Handynummern erreichbar erreichbar, ebenso über personalisierte Mailadressen der Jusos Baden-Württemberg. Die drei Mitglieder des Ombudsteams sollen sich im Verlauf des Arbeitsjahrs fortbilden und an Seminaren (beispielsweise des Fritz-Erler-Forums) teilnehmen. Die Kosten hierfür trägt der Landesverband. Sämtliche Mitglieder der Jusos Baden-Württemberg und insbesondere die Funktionsträger*innen auf Landesebene sind dazu aufgerufen, das Ombudsteam in seiner Arbeit zu unterstützen.