Offenlegung der Managergehälter und erhöhte Haftbarmachung

Aus SPD Baden-Württemberg
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Beschluss der Juso-Landesdelegiertenkonferenz 2005 vom 22. bis zum 24. April 2005 in Karlsruhe


Aus den unten aufgeführten Gründen unterstützen wir Jusos die Gesetzesvorhaben von Bundesjus-tizministerin Zypries (Stand 13.03.05) und fordern

1. Offenlegung der Höhe der Vorstandsgehälter nicht inhabergeführter Unternehmen, um eine öffentliche Kontrolle zu gewährleisten.

2. Das Recht der Aktionärsversammlung, die Offenlegungspflicht mit einer Drei-Viertel-Mehrheit zu-rücknehmen zu können, muss gestrichen werden.

3. Verstärkte Haftbarmachung für wirtschaftliche Schäden durch massive Fehler im Management und Verbot zweifelhafter Versicherungen für Vorstände auf Kosten von Mitarbeitern und Aktionären.

In den vergangenen Jahren ließ sich verstärkt beobachten, dass sich Manager und Vorstände enorm hohe Gehaltssteigerungen genehmigten, gleichzeitig aber den Arbeitnehmern erhebliche Einschnitte zugemutet werden und diese Firmen außerdem noch durch massive Fehlentscheidungen nicht nur Milliarden der Aktionäre vernichteten, sondern auch die jeweiligen Unternehmen (Bsp. Opel, VW) in eine Existenzkrise brachten.

Dies ist zum einen dadurch möglich, dass Manager Ihre Gehälter nicht offen legen müssen und dadurch Leistung und Gehalt für die Aktionäre und die Mitarbeiter nur sehr schwer kontrollierbar sind, und zum anderen dadurch, dass Manager durch entsprechende Versicherungen (die vom Firmenkapital bezahlt werden) praktisch nicht für Fehlentscheidungen, die der Volkswirtschaft erheblichen Schaden zufügen, haften müssen.