Leiharbeitsregulierung - Bundestagsbeschluss loben und weitere Schritte einleiten

Aus SPD Baden-Württemberg
Version vom 31. August 2016, 16:39 Uhr von DirkBaranek (Diskussion | Beiträge) (Leiharbeitsregulierung - Bundestagsbeschluss loben und weitere Schritte einleiten)
(Unterschied) ← Nächstältere Version | Aktuelle Version (Unterschied) | Nächstjüngere Version → (Unterschied)
Wechseln zu: Navigation, Suche

Leiharbeitsregulierung - Bundestagsbeschluss loben und weitere Schritte einleiten

Die Jusos Baden-Württemberg begrüßen die Regulierungen der Arbeitnehmerüberlassung (Leiharbeit) durch die Bundesregierung. Die Verbesserung der Situation von ca. einer Million LeiharbeiternehmerInnen in der Bundesrepublik war bereits deutlich überfällig.

Die Durchsetzung der Vereinbarungen des Koalitionsvertrages in diesem Bereich war ein wichtiger erster Schritt für mehr Gerechtigkeit im Leiharbeitswesen, dabei wurden die Interessen von ArbeitgeberInnen und Koalitionspartnern ebenfalls berücksichtigt. Doch dieser aktuelle Beschluss darf die SPD als ArbeitnehmerInnenpartei nicht vollständig befriedigen.

Es ist wichtig, ein klares Signal zu setzen. Wir fordern daher weitergehende Schritte in diese richtige Richtung:

Das Arbeitsentgelt der LeiharbeiternehmerInnen muss vom ersten Tag an mit dem der StammarbeitnehmerInnen gleichgestellt werden. Darüber hinaus fordern wir die Wiedereinführung des Synchronisationsverbots, d.h. das Verbot, die Befristung des Leiharbeitsverhältnisses an einen bestimmten Arbeitseinsatz des Zeitarbeitsunternehmens zu koppeln.

Die konzerninterne Verleihung muss verboten werden. Auch ein Wiedereinstellungsverbot desselben Arbeitnehmers innerhalb von drei Monaten Im selben Unternehmen muss durchgesetzt werden, wenn das Unternehmen den Arbeitnehmer nicht als eigenen Arbeitnehmer einstellt Erst mit diesen weiteren Schritten kann annähernd Gerechtigkeit im Leiharbeitswesen hergestellt werden.