Klasse statt Masse - Gegen Ausbeutung und für ein Umdenken in der Nutztierhaltung

Aus SPD Baden-Württemberg
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Klasse statt Masse - Gegen Ausbeutung und für ein Umdenken in der Nutztierhaltung

  1. Wir fordern eine Verschärfung des Tierschutzgesetzes, sodass in Satz 2 des §1 im Tierschutzgesetz künftig "durch Vorsatz oder grobe Fahrlässigkeit" an Stelle von "ohne vernünftigen Grund" stehen soll. [1]
  2. Eine eindeutige Deklaration aller Fleischprodukte, welche die Rückverfolgung des gesamten Herstellungsprozesses ermöglicht soll eingeführt werden. Das Prinzip entspricht dem der Kennzeichnung von Eiern.
  3. Nach einer Übergangsphase soll die EU neue Richtlinien formulieren.
  4. Weiter soll die Betäubung bei Amputationen (Schnabelkürzungen, Schwanzkürzungen, Kastration) als Übergangslösung verpflichtend sein. Eine schmerzfreie Tötung aller Tiere muss ggf. durch Betäubungsmittel gewährleistet sein. Die Fehlerquote bei Tötungen und Betäubungen soll auf max. 0,5% reduziert werden. Schärfere Kontrollen, die unangekündigt, mehrmals jährlich zur Einhaltung des Tierschutzgesetzes und der Richtlinien in allen Haltungs- und Schlachtungsbetrieben durchgeführt werden, sollen dies gewährleisten. Verstöße dagegen werden mit höheren Geldbußen bis hin zu einer Schließung des Betriebs bestraft.
  5. Wir fordern ab sofort ein Importverbot für Fleisch- und Milcherzeugnisse sowie anderen Produkten tierischen Ursprungs, die nicht nach den Standards der oben genannten Tierschutzbestimmungen hergestellt wurden, als auch für nachweislich tierquälerisch erzeugte Produkte wie z. B. Stopfleberpastete.
  6. Darüber hinaus sollen die Beschäftigten in Schlachthöfen, die unmittelbar am Töten der Tiere beteiligt sind, eine Mindestqualifikation in Form einer angemessenen Ausbildung zur Fleischerin oder zum Fleischer erhalten und/oder erfüllen.


Anmerkungen:

[1] §1 Tierschutzgesetz: "Zweck dieses Gesetzes ist es, aus der Verantwortung des Menschen für das Tier als Mitgeschöpf dessen Leben und Wohlbefinden zu schützen. Niemand darf einem Tier ohne vernünftigen Grund Schmerzen, Leiden oder Schäden zufügen.“




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