Kindergartengesetz

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Beschluss der Juso-Landesdelegiertenkonferenz 2003 vom 14. bis zum 16. März 2003 in Bühl


Die Jusos fordern die SPD Landtagsfraktion, den SPD Landesverband und die kommunalen Vertreter und Entscheidungsträger auf, bei dem neuen Kindergartengesetz folgende Eckpunkte zu vertreten:

1.) Das neue Kindergartengesetz muss alle Betreuungseinrichtungen, die sich mit Kindern zwischen 0 und 14 Jahren befassen, einbeziehen.

2.) Wir fordern einen eigenständig formulierten Bildungsauftrag unter dem Aspekt der Chancengleichheit. Die Kompetenz der Rahmengesetzgebung wird dem Kultusministerium zugeteilt.

3.) Folgende Mindeststandards müssen gesichert werden

4.) Es müssen ausreichende Räumlichkeiten zur Verfügung stehen.

5.) Die Gruppengröße sollte individuell nach der Größe des Gruppenraums entschieden werden.

6.) Es muss ausreichendes, qualifiziertes Fachpersonal in den Einrichtungen angestellt werden.

7.) Es müssen pädagogische Vorbereitungszeiten fest eingeplant werden (z.B. für Elterngespräche)

8.) Es muss ein eigenständigen Sachmitteletat bereitstehen.

9.) Bei der Finanzierung, bzw. der Gewährung von Zuschüssen, muss berücksichtigt werden, dass weniger Schließtage einen wesentlich höheren Personalbedarf voraussetzen.

10.) Die Kindergartenleitung sollte in einem angemessenen Rahmen freigestellt werden, um ihren immer umfassenderen Aufgaben gerecht werden zu können.

11.) Die Landeszuschüsse müssen regelmäßig an die Gehalts- und Preissteigerungen angepasst werden.

12.) Es müssen eigenständige Finanzmittel für Sprachförderung zur Verfügung gestellt werden. Dies betrifft sowohl Kinder, deren Muttersprache Deutsch ist, als auch Kinder mit einer anderen Muttersprache.

13.) Die Ausweitung der Betreuungsmöglichkeiten von Kindern unter drei Jahren, sollte nach Bedarf geregelt werden.

14.) Wir fordern

15.) ein bundeseinheitliches Ausbildungsniveau, das sich an den europäischen Standards orientiert

16.) bundesweit anerkannte Weiterbildungsmaßnahmen

17.) Angemessene Finanzierung für regelmäßige Fortbildungen und Supervisionen.

18.) Schließlich ist eine Einführung von Lehrstühlen für die Elementarpädagogik und die Bereitstellung ausreichender Finanzmittel unerlässlich.