IntegrationshelferInnen auch an Sonderschulen

Aus SPD Baden-Württemberg
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Beschluss der Juso-Landesdelegiertenkonferenz 2012 vom 5./6.Mai 2012 in Heidenheim

IntegrationshelferInnen begleiten diejenigen SchülerInnen die einen besonderen Förderbedarf haben und individueller Unterstützung bedürfen. Dazu gehören Kinder mit einer geistigen, seelischen oder körperlichen Behinderung oder Kinder die von einer Behinderung bedroht sind. Im Fall einer geistigen oder körperlichen Behinderung liegt die Zuständigkeit beim Sozialamt und fällt unter die Eingliederungshilfe nach SGB XII, liegt eine seelische Behinderung vor, ist das Jugendamt zuständig und es handelt sich um die Eingliederungshilfe nach dem SGB VIII.

Die Unterstützungsmöglichkeit ist momentan nur für die SchülerInnen zum Besuch des Gemeinsamen Unterrichts an Regelschulen vorgesehen. Dies untergräbt die Tatsache, dass auch einzelne SchülerInnen an Sonderschulen eine Unterstützung benötigen, die über die zu leistende Arbeit der lehrenden SonderpädagogInnen hinaus geht. Denn die IntegrationshelferInnen haben nicht die Funktion von Lehrkräften, sondern sollen in einer eins zu eins Betreuung den Besuch einer Schule erst ermöglichen. Sie unterstützen die Kinder auf dem Schulweg und während des Schulbesuchs, kompensieren Defizite und leisten Hilfestellung. Diese Aufgabe kann die Lehrkraft nicht übernehmen.

Wir fordern daher, die Möglichkeit zur Beantragung einer Integrationshelferin/ eines Integrationshelfers sowohl nach dem SGV XII als auch nach dem SGB VII auch für Kinder, die eine Form der Sonderschule besuchen, zu ermöglichen.