Integration fördern – Potenziale ausschöpfen: Muttersprachlicher Unterricht in den Unterricht integrieren

Aus SPD Baden-Württemberg
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Beschluss der Juso-Landesdelegiertenkonferenz 2008 vom 03. bis zum 04. Mai 2008 in Tuttlingen


Wir fordern an allen Schularten Sprach- und Kulturunterricht in den Herkunftssprachen der SchülerInnen mit Migrationshintergrund anzubieten.

Der Unterricht kann im Rahmen des Regelunterrichts als Fremdsprache neben anderen oder im Rahmen einer Arbeitsgemeinschaft angeboten werden. In beiden Fällen erfolgt eine Leistungsbeurteilung, die im Zeugnis ausgewiesen wird. Eine Arbeitsgemeinschaft kann ab acht SchülerInnen eingerichtet werden. Die Teilnahme an diesem Unterricht steht insbesondere auch SchülerInnen offen, deren Muttersprache deutsch oder eine andere Sprache ist. Die entsprechende Sprache kann als zweite oder dritte Fremdsprache gewählt werden.

Da muttersprachlicher Unterricht, der heute schon angeboten wird, von schlecht qualifizierten LehrerInnen durchgeführt wird, die selbst der Sprache nicht oder nur schlecht mächtig sind, fordern wir, dass die LehrerInnen, die diesen Unterricht durchführen sollen, an deutschen Universitäten und in fortführenden LehrerInnenseminaren ausgebildet werden, damit eine qualitativ hochwertige Bildung gewährleistet werden kann.

Die Erziehung zu Mehrsprachigkeit ist als Bildungsziel in den Bildungsplan aufzunehmen.