Integration fördern – Für ein weltoffenes Baden-Württemberg in Europa

Aus SPD Baden-Württemberg
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Beschluss der Juso-Landesdelegiertenkonferenz 2006 vom 05. bis zum 07. April 2006 in Heilbronn


Wir wollen:

- Integration vor allem als bildungs- und sozialpolitische Aufgabe verstehen.

- erfolgreiche, kommunale Integrationskonzepte erhalten und ausbauen.

- ein friedliches Zusammenleben von Menschen unterschiedlichster Herkunft in unserem Land.

Wir verurteilen den Gesprächsleitfaden der CDU/ FDP-Landesregierung für die Einbürgerungsbehörden auf das Schärfste und fordern seine Rücknahme.

Wir fordern weiter:

- eine intensivere Beschäftigung mit dem Thema Integration in kommunalen Gremien und auf Landesebene.

- dass die Jusos sich vor Ort ein Bild der Situation von Menschen mit Migrationshintergrund machen (z.B. durch Gespräche mit Asylbewerbern, Sozialarbeitern usw.) und daraufhin versuchen, vor Ort durch Aktionen auf bestehende Probleme hinzuweisen und zur Lösung selbiger beizutragen.

- die Publikmachung und weitere Umsetzung erfolgreicher Ansätze in der Ausländer- und Migrationsarbeit von Städten und Gemeinden.

- die Umsetzung der im Koalitionsvertrag auf Bundesebene beschlossenen Ansätze zur Stärkung interkultureller Kompetenz in der Jugendhilfe auf Landesebene, sowie von Gewaltpräventions-, Beratungs- und Betreuungsangeboten für Mädchen und Frauen mit Migrationshintergrund.

- die Sicherung der Unterstützung und Finanzierung von Maßnahmen und Projekten in den Kommunen, z.B. des „Rucksack“-Projektes in Mannheimer Schulen, Stadtteilqualifizierungsprogrammen wie QUIST, internationaler Hausaufgabenhilfe, Mädchen- und Frauentreffs.

- die Wiedereinführung der Landesmittel für die Ausländersozialberatung in den Städten.

- den Stopp der Abwälzung von Aufgaben und finanziellen Hilfen des Landes bei der Betreuung von Flüchtlingen und Asylbewerbern auf kirchliche und karitative Organisationen und Gruppen.