Inklusion im Studium und am Arbeitsplatz fördern

Aus SPD Baden-Württemberg
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Inklusion im Studium und am Arbeitsplatz fördern

Die Jusos fordern die vollständige Gleichstellung von Menschen mit Behinderung am Arbeitsplatz und beim Studium. Wir fordern die Aufhebung von bestehenden Benachteiligungen für Menschen mit Behinderung. Insbesondere der Staat sollte seiner Vorbildfunktion gerecht werden und Menschen mit Behinderung die gleichen Chancen einräumen, im Anstellungsverhältnis, wie auch für eine Verbeamtung. Gerade bei einem dualen Studium, das auf einen Staatsdienst vorbereitet, müssen Beschränkungen und Ungerechtigkeiten ausgeräumt werden. Studierende mit Behinderung müssen einen großen Teil ihres Verdienstes in eine eigene Krankenversicherung zahlen und genießen nicht die gleichen Vorteile wie ihre KommilitonInnen. Die finanzielle Mehrbelastung muss zur Kenntnis genommen und an anderer Stelle berücksichtigt werden. Doch nicht nur die Krankenkassenbelastung stellt für Studierende mit Behinderung ein Hindernis dar. Bereits grundlegende Dinge wie die Barrierefreiheit in Universitätsgebäuden muss zwingend ausgebaut werden, damit Studierenden mit Behinderung eine Partizipation garantiert werden kann Im Berufsleben müssen Menschen mit Behinderung ebenfalls große Nachteile hinnehmen, da ihnen eine Verbeamtung erschwert und die Aufnahme in eine bezuschusste private Krankenversicherung verweigert wird.

Daher fordern wir, dass der Staat das Studium und die Anstellung von Menschen mit Behinderung mehr fördert. Bestehende Ungerechtigkeiten wie hohe Beitragszahlungen in die Krankenversicherung müssen eingedämmt werden. Auch muss eine Verbeamtung leichter ermöglicht werden. Zudem muss die Situation gelöst werden, dass Menschen mit einer Behinderung, welche Assistenz-Leistungen erhalten, maximal 2.600 Euro auf ihrem privaten Bankkonto haben dürfen. Verdienen sie mehr als den Freibetrag von derzeit 782 Euro plus Mietkosten, wird der Großteil davon für die Kosten der Assistenz eingezogen. Sparen für größere Anschaffungen oder die Altersvorsorge ist unmöglich. Diese Eingriffe verletzen klar die Artikel 27 und 28 der UN-Konventionen über die Rechte von Menschen mit Behinderung. Wir fordern eine klare Trennung zwischen Menschen, welche Assistenz-Leistungen erhalten und den Leistungen und Richtlinien der Sozialhilfe“