Initiativantrag Massentierhaltung

Aus SPD Baden-Württemberg
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Beschlossen auf dem Landesparteitag am 22. Januar 2011

Antrag: Initiativantrag 1


Antragsteller: SPD- Kreisverband Ludwigsburg

Titel: Resolution gegen Massentierhaltung, Abbau entsprechender Subventionen

Beschluss: Annahme


„Moderne“ Massentierhaltung ist nicht erst seit dem Dioxin-Skandal mit dem neuen Fortschrittsbegriff unserer Partei unvereinbar.

Massentierhaltung, wie sie heute praktiziert wird,

bereitet den auf diese Art gehaltenen Tieren meist ein Leben voller Leiden, In der Massentierhaltung zählen Tiere nur als Produktionseinheiten. Ihre Züchtung, Fütterung und Haltung dienen allein industriellen Interessen. Das dadurch verursachte Leiden empfindungsfähiger Lebewesen ist inakzeptabel.

trägt entscheidend zum Klimawandel bei, Laut dem vierten Sachstandsbericht des Weltklimarates verursacht die Land- und Forstwirtschaft rund 30% der weltweiten Treibhausgasemissionen.

verschmutzt unsere Umwelt, In der Umgebung von Anlagen zur Massentierhaltung ist das Grundwasser nachweisbar stark mit Nitraten belastet.

schadet unserer Gesundheit, Die Massentierhaltung begünstigt die Entwicklung hochpathogener Virusstämme, wie wir dies beim Vogelgrippe-Virus erlebt haben und ist für die Entwicklung von Bakterien verantwortlich, die gegen Antibiotika resistent sind.

treibt den Welthunger voran, Die Nachfrage nach Getreide für die Massentierhaltung (1/3 der weltweiten Getreideernte!) erhöht den weltweiten Getreidepreis. Dies erschwert es den ärmsten Menschen der Welt, sich das Getreide zu leisten. Damit trägt die Massentierhaltung zum Welthunger bei.

Wir fordern den Ausstieg aus der Massentierhaltung und den schrittweisen Übergang zu einer sozial-ökologischen Landwirtschaft.

Als erster denknotwendiger Zwischenschritt sind sämtliche Subventionen für Massentierhaltung in Baden-Württemberg abzuschaffen.

Durch den Abbau der Subventionierung würden öffentliche Gelder frei, die dann in die ökologische Landwirtschaft fließen könnten. Das würde die Preisdifferenz zwischen Produkten aus beiden Wirtschaftsformen erheblich vermindern.