Hausärzte im ländlichen Raum

Aus SPD Baden-Württemberg
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Beschlossen auf dem Landesparteitag am 22. Januar 2011

Antrag: R63


Antragsteller: KV Waldshut

Beschluss: Annahme als separater Antrag

Im ländlichen Raum fehlen heute schon in vielen Gebieten Hausärzte. Viele Hausärzte stehen vor ihrer Pensionierung und der medizinische Nachwuchs fehlt. Die Zahl der Hausärzte nimmt jedes Jahr weiter ab, weil sich immer weniger Medizinstudentinnen und -studenten für den Hausarztberuf entscheiden. Dazu kommt, dass die Mehrzahl der Medizinstudenten Frauen sind. Der ländliche Raum erscheint gerade ihnen unattraktiv, da sie Familie und Beruf nur schwer vereinbaren können. Die Betreuungssituation und das Bildungsangebot ist oft für diesen zeitintensiven Beruf nicht ausreichend. Gleichzeitig werden Hausärzte deutlich schlechter honoriert als Fachärzte. Es droht die ärztliche Unterversorgung in ländlichen Regionen.

Hausärzte in ländlichen Regionen müssen gestärkt und ihr Beruf attraktiver gemacht werden.

Die SPD hat mit den Hausarztverträgen die Möglichkeit geschaffen, dass Hausärzte besser bezahlt werden können. Die bessere Bezahlung der Hausärzte muss sich auch für die Krankenkassen rechnen, sonst ist sie vor den Beitragszahlern nicht zu vertreten.

Durch finanzielle Unterstützung bei der Niederlassung in ländlichen Räumen Baden-Württembergs wollen wir wirksame Anreize setzen. Mehr Geld alleine wird aber nicht alle Probleme lösen können. Hausärzte in ländlichen Regionen müssen entlastet werden. Wir wollen zusammen mit den Hausärzten, den Kassenärztlichen Vereinigungen, den Krankenkassen Arzt entlastende, Gemeindenahe, E-Health gestützte, systemische Interventionen erarbeiten .und finanzieren. (Ärztehäuser mit tageweiser Facharztbelegung)