Gymnasiallehrkräfte dienen nicht als Grundschullehrkräfteersatz

Aus SPD Baden-Württemberg
Wechseln zu: Navigation, Suche

Wir fordern die SPD-Landtagsfraktion und der SPD-Landesvorstand dazu auf, sich dafür stark zu machen, dass Gymnasiallehrkräfte nicht als Ersatz für fehlende Grundschullehrkräfte eingestellt werden. Um den Bedarf an gut ausgebildeten GrundschullehrerInnen zu decken fordern wir eine angemessene Ausstattung der Pädagogischen Hochschulen in Baden-Württemberg, die es ermöglicht mehr Studienplätze anzubieten. Auch fordern wir eine Angleichung der Studienzeiten für Grundschulpädagogik an die anderen Lehrämter. Den begonnenen Ausbau der Fort- und Weiterbildungsmaßnahmen mit Kontaktstudiengängen für fachfremd Unterrichtende sowie die Möglichkeiten institutioneller Beteiligung der PHs wollen wir weiter vorantreiben.

Aufgrund des akuten Mangels an Grundschullehrer*innen in Baden-Württemberg hat die Kultusministerin Susanne Eisenmann (CDU) für das Schuljahr 2018/19 vor, diesen Mangel durch den Einsatz von, zumindest in bestimmten Fachbereichen im Überfluss vorhandenen, Gymnasiallehrer auszugleichen. Diesen soll im Gegenzug eine Einstellungszusage als verbeamtete Gymnasiallehrkraft erteilt und damit auch ein höheres Gehalt zugesagt werden.

Wir möchten uns ausdrücklich gegen dieses Vorhaben aussprechen, da sich die Anforderungen einer Grundschullehrkraft von denen einer Gymnasiallehrkraft grundlegend unterscheiden. Während in der Grundschule der Fokus deutlich auf der frühkindlichen Pädagogik liegt, ist ein Gymnasialstudium sehr auf die Vermittlung von Fachwissen ausgerichtet. Gymnasiallehrkräfte sind daher nicht dafür geeignet, eine Grundschullehrkraft angemessen zu ersetzen.

Deshalb fordern wir, dieses Vorhaben, das Füllen der Leerstellen an Grundschulen durch Gymnasiallehrkräfte, unbedingt zu verhindern.