Gegen Arbeitsplatzabbau durch Praktikantenausbeutung!

Aus SPD Baden-Württemberg
Wechseln zu: Navigation, Suche

Beschluss der Juso-Landesdelegiertenkonferenz 2006 vom 05. bis zum 07. April 2006 in Heilbronn


Der Sinn eines Praktikums liegt prinzipiell darin, dem Praktikanten/der Praktikantin während seiner/ ihrer Aus- und Weiterbildungsphase einen Einblick in die Berufswelt zu ermöglichen. Dieses Ziel wird heute mehr und mehr ad absurdum geführt; PraktikantInnen werden zunehmend als gut qualifizierte billige Arbeitskräfte missbraucht.

Um dem vorzubeugen, fordern wir:

• Eine gesetzliche Definition von „Praktikum/Praktikant“, in der festgelegt wird, dass ein Praktikum klar der Aus- und Weiterbildung dient. Praktika benötigen grundsätzlich eine klare Reglementierung. Dies gilt vor allem für Praktika nach Abschluss einer Berufsausbildung.

• Weiterhin muss bei einem Vollzeitpraktikum ab drei Monaten eine mindestens über dem Existenzminimum orientiert an der Pfändungsfreigrenze liegenden, auf jeden Fall aber der tatsächlichen Wertschöpfung entsprechenden Vergütung erfolgen. Der Praktikant/die Praktikantin muss vom Arbeitgeber sozialversichert werden.

• Bei der Ausarbeitung des Gesetzvorschlages ist eine Zusammenarbeit mit dem DGB wünschenswert.

• Selbstverständlich sollten diese Grundsätze für PraktikantInnen der SPD auch ohne gesetzliche Verpflichtung gelten.