Endlich sähen, doppelt ernten: Agri-PV braucht eine eigene Förderung

Aus SPD Baden-Württemberg
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Die Jusos Baden-Württemberg fordern eine nationale Agri-PV Strategie, mit dem Ziel bis 2030 10GWp an Leistung zu installieren. Bei Agri-PV handelt es sich um Photovoltaik-Anlagen, die auf Gestellen über landwirtschaftlicher Fläche errichtet werden, sodass weiterhin Landwirtschaft betrieben und zusätzlich Strom geerntet werden kann. Während die Anlagen in Ländern wie Frankreich und Japan schon verbreiteter sind, wird das Konzept in Deutschland derzeit in ersten Pilotanlagen, z.B. am Bodensee, getestet.

Bei der Energiewende müssen jetzt alle Hebel getätigt werden, um allerspätestens 2035 eine klimaneutrale Energieversorgung Deutschlands zu ermöglichen. Insbesondere durch die Elektrifizierung in den Sektoren Mobilität und Wärme entsteht ein enormer Strombedarf, den wir nur durch eine Vervielfachung des Ausbaus der Photovoltaik und Windenergie decken können. Neben den klassischen PV-Anlagen auf Dächern und den Freiflächenanlagen bietet die Agri-PV hier eine große Chance, Erzeugungspotentiale zu erschließen und dabei Flächenkonflikte zu entschärfen.

Hierfür müssen folgende Maßnahmen ergriffen werden:

Die Gelder der gemeinsamen Agrarpolitik (GAP) der Europäischen Union sind eine wichtige Einnahmequelle für Landwirt:nnen, die derzeit gestrichen wird, wenn der klassische Anbau mit anderen Nutzungsarten kombiniert wird. Das ist abschreckend und bildet eine hohe Hürde für Landwirt:innen, sich an Pilotanlagen mit ihren Feldern zu beteiligen.

Auch Baugenehmigungen laufen noch nicht zeitgemäß ab, da für Agri-PV kein eigenes Verfahren vorgesehen ist und diese somit wie jede andere Bebauung auch behandelt wird und eine Änderung des örtlichen Bebauungsplans nötig ist. Hier muss eine unbürokratische Lösung gefunden werden.