Doppeljahrgang 2012

Aus SPD Baden-Württemberg
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Beschluss des Juso-Landesausschusses vom 28. Februar 2010


Jedem/jeder Hochschulzugangsberechtigte/n einen Studienplatz – Auch beim „Doppeljahrgang“

Vor einigen Jahren wurde in vielen Bundesländern, darunter auch Baden-Württemberg, die Schulzeit am Gymnasium auf 12 Jahre verkürzt. Als logische Folge des sog. „G8“ strömen nun in den nächsten Jahren zwei Jahrgänge auf den Ausbildungs- und Studienplatzmarkt. Dieses Jahr hat das Saarland den Anfang gemacht, weitere Länder folgen in den nächsten Jahren.

Die baden-württembergischen Hochschulen werden im Jahr 2012 mit drastisch höheren StudienbewerberInnenzahlen konfrontiert werden. Bundesweit wird die Zahl der SchulabgängerInnen um 23 Prozent steigen.

Wir fordern die Landesregierung dazu auf sicherzustellen, dass jedem Schulabgänger/jeder Schulabgängerin, der/die studieren möchte, auch die Möglichkeit gegeben wird. Dazu ist es nötig, die Zahl der Studienplätze an Universitäten, Fachhochschulen und Dualen Hochschulen zu erhöhen und entsprechend auch mehr finanzielle Mittel in die Hand zu nehmen.

Deutschland ist als rohstoffarmes Land vom Verstand und den Ideen junger Menschen abhängig. Wenn unser Land langfristig wettbewerbsfähig sein will, muss gewährleistet sein, dass Jedem und Jeder der Zugang zu universitärer Bildung ermöglicht wird, solange er/sie dies wünscht und die entsprechenden Voraussetzungen erfüllt.

Die Landesregierung muss in den nächsten Jahren die Weichen in Richtung guter und zukunftsfähiger Hochschulpolitik stellen und auf die Herausforderung durch die sog. Doppeljahrgänge reagieren.

Darüber hinaus soll die Landesregierung daraufhin wirken, dass auch die Situation auf dem Ausbildungsplatzmarkt verbessert wird und zusätzliche Lehrstellen geschaffen werden. Diesbezüglich ist die Ausbildungsplatzumlage ein gutes Mittel und ist deshalb einzuführen.