Die Macht der Medien beschneiden. Für einen gerechter Umgang mit ungerechten Medien und medienkritikfähige Endverbraucher.: Unterschied zwischen den Versionen

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Im heutigen Informationszeitalter ist der Kontakt mit Medien nicht mehr vermeidbar, daher stehen die Jusos für die Mitgestaltung der Medien durch den Bürger. Wir wollen den Menschen ermöglichen, sich kritisch mit den Medien auseinander zusetzen und sie für sich positiv zu gestalten – ohne hierdurch die Pressefreiheit einzuschränken.
 
Im heutigen Informationszeitalter ist der Kontakt mit Medien nicht mehr vermeidbar, daher stehen die Jusos für die Mitgestaltung der Medien durch den Bürger. Wir wollen den Menschen ermöglichen, sich kritisch mit den Medien auseinander zusetzen und sie für sich positiv zu gestalten – ohne hierdurch die Pressefreiheit einzuschränken.
  

Aktuelle Version vom 20. Mai 2010, 10:04 Uhr

Beschluss der Juso-Landesdelegiertenkonferenz 2004 vom 07. bis zum 09. Mai 2004 in Schwäbisch Hall


Im heutigen Informationszeitalter ist der Kontakt mit Medien nicht mehr vermeidbar, daher stehen die Jusos für die Mitgestaltung der Medien durch den Bürger. Wir wollen den Menschen ermöglichen, sich kritisch mit den Medien auseinander zusetzen und sie für sich positiv zu gestalten – ohne hierdurch die Pressefreiheit einzuschränken.

Medienlandschaft Eine demokratische Gesellschaft benötigt nicht nur die Trennung der Exekutive, Legislative und Judikative, sondern sie muss sich fragen, wie sie die politische Teilhabe und den politischen Willensbildungsprozess bewerkstelligen will. Heute haben die Medien bereits eine entscheidende Rolle eingenommen, und man spricht nicht zu unrecht von den "Medien als vierte Gewalt".

Wir, Jusos, wollen eine Gesellschaft, die über eine pluralistische und freie Presse verfügt. Wir wollen Monopolisierung und Missbrauch der Medien verhindern und die Bürgerinnen und Bürger zum mündigen Umgang mit ihnen erziehen.

Um eine Monopolisierung der Medienlandschaft, und eine damit einhergehende Einschränkung der Informationsfreiheit zu verhindern, setzen wir uns dafür ein, dass die öffentlich-rechtlichen Sender erhalten bleiben. Eine Privatisierung der öffentlich-rechtlichen Sender, wie sie von Seiten der Bundesregierung angedacht wird, lehnen wir strikt ab. Um einer Kartellbildung entgegenzuwirken, soll sich die Regierung verstärkt darum bemühen, kleine dezentrale Anbieter zu fördern. .

Um in Zukunft eine bessere Berichterstattung in allen Bereichen zu gewährleisten, fordern wir die Medien auf, sich dem Pressekodex des Deutschen Presserates zu verpflichten. Verstöße gegen den Pressekodex sollen strenger seitens des Deutschen Presserats sanktioniert werden. Hierzu gehört für uns die Gewährleistung der internen Pressefreiheit. Die heißt für uns auch, dass die innerbetriebliche Demokratie in Verlägen und Redaktionen, und die Position der Redakteure gegenüber dem Chefredakteur und dem Verlag gestärkt wird.

Medienerziehung Zur Medienerziehung gehört für uns zu lernen, die Medien zu nutzen und die dargebotenen Informationen kritisch nach dem Inhalt und der Form zu beurteilen. Außerdem soll mit den Medien und durch die Medien ein offener Diskurs gestaltet werden.

Erzieher, Lehrer und Eltern haben meist das Problem, sich nicht mit den Sendungen, Stars oder dem Medienumgang ihrer Schüler bzw. Kinder auszukennen. Um diesem Generationenproblem entgegenzuwirken, setzen sich die Jusos für Kompetenzschulungen und Fortbildungsmaßnahmen für Pädagogen ein, die es ihnen ermöglichen sollen, Eltern und Kindern den verantwortlichen Umgang mit den Medien zu vermitteln.

Kinder- und jugendgerechte Programme sind ein Teil, den die Medien beitragen können. Darüber hinaus soll ein Beitrag der öffentlich-rechtlichen Sender zur Medienerziehung sein, Schüler, Studierende und Auszubildende von den Rundfunkgebühren zu befreien.