Brandschutz

Aus SPD Baden-Württemberg
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Beschluss der Juso-Landesdelegiertenkonferenz 2002 vom 15. bis zum 17. März 2002 in Walldürn


In Deutschland kommt es jährlich zu ca. 200000 Brandunfällen. Bei diesen Unfällen kommen ca. 600 Menschen zu Tode, über 60000 werden Teils schwer verletzt und es entsteht Sachschaden in Millionenhöhe.

Bei den 600 Brandopfern handelt es sich nicht um Feuertote, sondern zu 95% um "Rauchtote“, welches bedeutet das diese Menschen an einer Rauchvergiftung sterben und nur in den seltensten Fällen verbrennen.

Ungefähr 70% aller 200000 Brandunfälle geschehen nachts zwischen 23.00 und 4.00 Uhr und sind nur in äußerst seltenen Fällen offene Brände mit großer Hitzentwicklung, so das ein erwachen aus dem (Tief)Schlaf aufgrund der Hitze und Helligkeit nahezu unmöglich ist. Vielmehr sind es Schwelbrände welche aufgrund technischer Defekte entstehen und eine starke Rauchentwicklung mit sich führen. Da nur wenige Atemzüge von gefährlichen, geruchlosen Brandgas (Kohlenmonoxid und Kohlendioxid) ausreichen um vom Schlaf in einen komaartigen Zustand zu fallen besteht so gut wie keine Überlebenschance.

Das Brandrisiko von elektrischen Geräten der Zukunft vermindert sich nicht, genau der Gegenteil ist der Fall. Da neue elektrische Haushaltsgeräte sich meistens nicht komplett abschalten lassen (außer man zieht den Stecker), sonder immer öfter einen Stand-By Modus haben, erhöht sich das Risiko von Kurzschlüssen und somit auch das Risiko von Bränden.

Wenn man sich diese Fakten vor Augen führt ist es nicht nachvollziehbar das in Deutschland nur 5% aller Haushalte mit Rauchmeldern ausgestattet sind, ein solcher Brand aber in jedem Haushalt ausbrechen könnte.