Bekämpfung der Verbrauchertäuschung beim Einkauf von Lebensmitteln

Aus SPD Baden-Württemberg
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Beschluss des Juso-Landesausschusses am 11. September 2011 in Heilbronn

Bekämpfung der Verbrauchertäuschung beim Einkauf von Lebensmitteln

„Die wichtigsten Informationen über unsere Lebensmittel müssen leicht erkennbar auf der Verpackung stehen“![1][1]

Analyse

Schon lange wird in Deutschland diskutiert, dass die Deutschen immer dicker werden. Seit einigen Jahren gibt es zur Verständnisförderung des Verbrauchers die sogenannte GDA(Guideline Daily Amount) – Angabe auf Lebensmitteln, die freiwillig von den Firmen anzugeben ist.

Der Verbraucher kann der Liste entnehmen, wie viele Nährstoffe (Eiweiß, Fett, Zucker, Kohlenhydrate, etc.) in dem jeweiligen Produkte enthalten sind. Auch die Kalorienanzahl bzw. die Kilojoule sind auf dieser Tabelle angegeben.

Jedoch sind sämtliche Angaben nur auf den erwachsenen Menschen berechnet worden- die Berechnungen von Kindern/Jugendlichen wurden nicht berechnet.

Erschreckend ist aber auch, wie bei der GDA-Tabelle getrickst und betrogen wird.

Bei vielen Lebensmitteln wurden die Angaben nur auf einen Bruchteil des eigentlichen Gewichts berechnet. Dies führt dazu, dass Verbraucher nicht über die eigentliche Mengenangaben z.B. Kalorien informiert werden.

Auch werden Inhaltsstoffe wie „Glutamat“ (Geschmacksverstärker, der zum Hunger antreibt und auch sehr gesundheitsschädlich sein kann) mit anderen Wörtern wie „Hefeextrakt“ umgangen. Somit tritt dort eine massive Verbrauchertäuschung vor.

Forderung

-Die GDA-Tabelle muss in Zukunft verpflichtend von jedem Hersteller auf jedem Lebensmittel anzugeben sein!

-Die GDA-Tabelle muss mit den Berechnungen für Kinder ergänzt werden!

-Die GDA-Berechnungen müssen sowohl für ein standardisiertes Gewicht, z.B. 100g, als auch für das tatsächliche Gewicht des Lebensmittels anzugeben sein

-Inhaltsstoffe dürfen nicht mehr mit anderen Wörtern umschrieben werden