Aufnahme der Erklärung zur Organspende in neue Gesundheitskarte

Aus SPD Baden-Württemberg
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Beschluss des Juso-Landesausschusses vom 01. Juli 2007


Aufnahme der Erklärung zur Organspende in die neue Gesundheitskarte

Um nicht auf mögliche Spenderorgane aufgrund einer fehlenden Erklärung zur Organspende verzichten zu müssen, wollen wir, dass die Erklärung zur Organspende – wie sie jetzt auf dem Organspendeausweis ausgefüllt werden kann: Bereitstellung aller Organe nach dem Tod, Bereitstellung bestimmter Organe nach dem Tod oder keine Bereitstellung von Organen nach dem Tod – als weitere Funktion in die elektronische Gesundheitskarte aufgenommen wird. Diese Angabe soll ab dem 19. Lebensjahr verpflichtend sein, soll aber geändert werden dürfen.

Nur ungefähr 11 Prozent der Deutschen besitzen einen Organspendeausweis (BzgA), obwohl Umfragen der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung zufolge rund 63 Prozent der Deutschen grundsätzlich damit einverstanden wären, wenn man ihnen nach ihrem Tod Organe entnimmt.

Organtransplantationen können heutzutage vielen schwerkranken Menschen ein neues Leben schenken oder Leiden lindern. Das ist aber nur möglich, wenn sich viele Menschen bereit erklären, im Falle ihres Todes als OrganspenderIn zur Verfügung zu stehen. In Deutschland gibt es zu wenig Spenderorgane. Jährlich kann nur etwa die Hälfte der für Herz-, Nieren- und Lebertransplantationen benötigten Organe übertragen werden.

Die elektronische Gesundheitskarte wird schrittweise die bisherige Krankenversichertenkarte ablösen. Für die 80 Millionen Versicherten verbessert sich dadurch vor allem die Behandlungsqualität. Denn die neue elektronische Gesundheitskarte hat einen erweiterten Funktionsumfang. Die Versicherten haben die Möglichkeit, ihre Gesundheitsdaten auf der Karte elektronisch speichern zu lassen, wozu es eines PIN-Codes des Patienten/der Patientin bedarf. Sie können diese Daten dann dem Behandelnden zur Verfügung stellen. Die Erklärung zur Organspende wird im Bereich der Gesundheitskarte gespeichert, der nicht durch die PIN geschützt ist. So wird gewährleistet, dass von allen 80 Millionen Versicherten klar ihre persönliche Haltung zur Organspende – mag sie positiv oder negativ sein – im Todesfall bekannt ist.

Durch diese Maßnahme können aktiv Menschenleben gerettet werden!