Abschaffung von E10

Aus SPD Baden-Württemberg
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Beschluss des Juso-Landesausschusses am 16. Dezember 2012 in Fellbach


Im vergangenen Jahr wurde von der Bundesregierung für Tankstellen eine verpflichtende Quote eingeführt. Der zufolge sie (die Tankstellen) eine gewisse Menge an Otto-Benzin mit mindestens 10% Bioethanolbeimischung zu verkaufen. Das so genannte E10. Dieses E10 wurde von den dt. AutofahrerInnen aufgrund der Gefahr von Motorschäden und nachweislich geringerer Kilometerleistung pro Liter E10 im vergleich zu herkömmlichen E5 Superbenzin gemieden.


Analyse


Nun zur Problemstellung: Diese Quote wurde mit dem Ziel des Klimaschutzes durch Biokraftstoffe eingeführt. Allerdings werden in Lateinamerika riesige Flächen in den Regen- und Urwäldern abgeholzt oder sogar brandgerodet, um dort Pflanzen, wie zum Beispiel Soja, anzubauen, aus denen dann später Bioethanol hergestellt wird. Da die Preise für Bioethanol durch unsere vermeintlich klimafreundlichen Reformen in die Höhe geschossen sind. Durch diese Abholzung zerstören wir Menschen die grünen Lungen unseres Planeten, die sehr viel mehr Kohlenstoffdioxid binden, als wir durch unsere vermeintlich grünen Reformen gedenken einzusparen, und halten die Luft in unserer Atmosphäre sauber und atembar. Bei der Brandrodung wird durch das verbrannte Holz, das in ihm gespeicherte Kohlendioxid von Jahrzehnten wieder freigesetzt und schädigt unsere Atmosphäre.


Ein viel wichtigerer Grund gegen diese Bioethanolbeismischungsquote zu sein, ist die mit der höheren Nachfrage nach Energiepflanzen zur Bioethanolerzeugung verbundene Verteuerung von Lebensmitteln, da nicht nur die Nachfrage auf Energiepflanzen gestiegen ist, sonder auch weil diese nun Anbauflächen beanspruchen auf denen früher Lebensmitteln angebaut wurden. Durch diesen Preisanstieg bei Grundnahrungsmitteln wie Mais und anderem Getreide können sich viele arme Menschen v. a. in Entwicklungsländern, die schon jetzt den größten Teil ihres Einkommens für Lebensmittel ausgeben, diese wohl bald nicht mehr leisten und müssen Hunger leiden oder sogar verhungern. Und das alles nur um unser grünes Gewissen zu beruhigen, was bei genauem hinsehen wie bereits erläutert gar nicht beruhigt sein kann.


Da wegen Subventionen für Bioethanol auch in Deutschland sog. Energiepflanzen angebaut werden, ist auch hier zu Lande der Flächenverbrauch für die Energieerzeugung stark angestiegen, was die Schadensabwegung stark zu ungunsten von E10 beeinflusst.


Forderung


Daher setzen sich die Jusos Baden-Württemberg klar gegen Bioethanolbeimischung ein.