“Big-Data - Big Problems” - Automatisierte Bewerbungsverfahren fair gestalten

Aus SPD Baden-Württemberg
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Wir fordern:

  • Die Verpflichtung von Unternehmen, ihren Bewerbungsprozess offenzulegen und für alle potentiellen BewerberInnen vor der Bewerbung einsehbar zu machen.
  • Sofern vorhanden muss die ArbeitnehmerInnen-Vertretung des jeweiligen Unternehmens vor dem Einsatz eines automatisierten Bewerbungsverfahrens an der Entscheidung über dessen Einführung beteiligt werden.
  • Die gleichzeitige Implementierung des Anonymisierten Bewerbungsverfahres, sobald ein digitales Bewerbungsverfahren benutzt wird.
  • Die Kontrolle der für die Überprüfungen zuständigen Stellen durch das Bundesministerium für Arbeit und Soziales (BMAS).
  • Die Schaffung eines Prüfsiegels, das nach für die BewerberInnen transparenten Maßstäben vergeben wird und die Unbedenklichkeit der verwendeten Algorithmen zertifiziert.
  • Die Möglichkeit für Arbeitnehmer*innenvertretungen, wie z.B. Gewerkschaften oder die DGB Rechtschutz GmbH, im Rahmen einer Verbandsklage gegen die Verwendung unzulässiger und diskriminierender Programme im Bewerbungsverfahren vorzugehen und das betreffende Unternehmen zur Unterlassung und Beseitigung möglicher Diskriminierung zu verpflichten. Die Beweislast für die Zulässigkeit der Programme liegt bei den verwendenden Unternehmen.
  • Die Prüfung, in welcher Form und welchem Umfang die Schaffung oder Erhöhung entsprechender Bußgelder für Verstöße gegen Datenschutzauflagen und Diskriminierungsverbote möglich und notwendig ist.
  • Insbesondere die Prüfung, inwiefern die Schaffung von Bußgeldern möglich ist, die nicht als Festbetrag, sondern in Relation zum gesamten weltweit erzielten Jahresumsatzes des betroffenen Unternehmens verhängt werden.