Änderung des BBiG

Aus SPD Baden-Württemberg
Version vom 2. Juli 2020, 12:15 Uhr von DirkBaranek (Diskussion | Beiträge)
(Unterschied) ← Nächstältere Version | Aktuelle Version (Unterschied) | Nächstjüngere Version → (Unterschied)
Wechseln zu: Navigation, Suche

Um die sich stetig wandelnden beruflichen, wie ausbildungstechnischen Ansprüchen und Anforderungen zu meistern, hat die große Koalition hat in ihrem Koalitionsvertrag eine Novellierung des Berufsbildungsgesetzes (BBiG) festgelegt. Ein erster Entwurf vom Bundesministerium für Bildung und Forschung erfolgte im Dezember 2018 und setzte das Ziel, die Wettbewerbsfähigkeit und Attraktivität der dualen Ausbildung zu erhöhen. Dieses neue Gesetz soll nach Vorhaben des Ministeriums Anfang 2020 Gesetzeskraft erlangen. Aus unserer Sicht ist der Entwurf des Ministeriums stark verbesserungswürdig. Als Jugendorganisation wissen wir, wie die Alltage in den Betrieben und den Hochschulen, sowie die Ausbildung und das duale Studium aussehen. Vor dem Hintergrund unseres Praxiswissens erkennen wir an einigen Stellen Möglichkeiten zur Optimierung. Wir fordern: , dass Praxiserfahrung auch Erfahrung in der Praxis bedeutet. Dual Studierende sammeln weder als Praktikanten, noch als billige Arbeitskräfte die für sie wichtigen Erfahrungen in den Betrieben. Daher ist es notwendig, dass der praktische Teil ihrer Ausbildung rechtlich geordnet verläuft. Dual Studierenden müssen aus diesem Grund mit in den Geltungsbereich des BBiG integriert werden. , dass eine Mindestausbildungsvergütung auch den aktuellen Gerichtsurteilen folgt. Auch eine tarifliche Regelung der Mindestausbildungsvergütung ist unabdingbar. Das bedeutet konkret, dass eine angemessene Ausbildungsvergütung in Höhe von mindestens 80% der branchenüblichen tariflichen Ausbildungsvergütung im BBiG verankert wird. Zudem fordern wir, dass die Mindestausbildungsvergütung mindestens 660 € beträgt und fortwährend die Entwicklungen der Löhne adaptiert werden. , dass die dreijährige Ausbildung gestärkt wird. Wir setzen uns für eine europaweit anerkannte duale Ausbildung ein, welche mit hoher Qualität, insbesondere in Anbetracht der aktuellen Herausforderungen, die im Bereich der Digitalisierung und Dekarbonisierung zu bewältigen sind, innerhalb von drei, bzw. dreieinhalb Jahren erfolgt und im BBiG festgeschrieben ist. , dass Ausbildungsbetriebe die Nicht-Übernahme von Auszubildenden oder dual Studierenden, mindestens drei Monate vor Ausbildungsende ankündigen müssen. Zugleich fordern wir, dass möglichst viele Auszubildende und dual Studierende mit Beendigung ihrer Ausbildung unbefristet in ihren Ausbildungsbetrieb übernommen werden. , dass gute Ausbildung für jede und jeden finanzierbar ist. Sämtliche Materialien, welche für die Ausbildung an einer der Bildungsinstitutionen benötigt werden, müssen kostenlos bereitgestellt werden. kostenlos bereitgestellt werden“ durch „vom Ausbildungsunternehmen bezahlt werden.