Prävention vor sexueller Gewalt

Aus SPD Baden-Württemberg
Version vom 19. Dezember 2018, 11:32 Uhr von DirkBaranek (Diskussion | Beiträge)
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Die Jusos Baden-Württemberg fordern…

• mehr staatliche Mittel bei der Betreuung und Unterstützung von Opfern sexueller Gewalt.
• die Einrichtung mehrerer Beratungs- und Aufklärungsstellen für Männer und Frauen mit Gewaltfantasien auf Landesebene.
• die Einrichtung einer kostenfreien Hotline für Menschen mit sexuellen Gewaltphantasien

Die Institutionen zur Beratung und Aufklärung sollen vor allem zwei Aufgaben verfolgen. Erstere ist es ein offenes Ohr für Menschen zu haben, die gewaltsame Fantasien erleben und Angst haben, diese eines Tages ausleben zu wollen. Durch Dialog und gegebenenfalls psychologische Hilfe soll diesen Männern*/Frauen* geholfen werden. Dabei sind alle Hilfsangebote völlig anonym zu stellen und unabhängig von Justiz- und Vollzugsbehörden zu betreiben.

Zweitens sollen sie mit Aktionen und Informationsveranstaltungen an die Öffentlichkeit treten: nicht um Täter*innen oder Opfer anzuprangern, sondern um der Tabuisierung des Sprechens über sexuelle Gewalt entgegenzuwirken. Hierbei könnten psychologische Konzepte und/oder statistische Erkenntnisse vorgestellt werden. Gerade Jugendliche und junge Erwachsene sollten darauf aufmerksam gemacht werden, dass Gewalt nur dann Gewalt ist, wenn sie ausgeübt wird und dass sie in Gedanken noch immer bekämpft werden kann. Solcherlei Präventionsveranstaltungen sollen vor allem auch an öffentlichen Schulen eingerichtet werden. Wir Jusos erkennen an, dass sexualisierte Gewalt in den meisten Fällen das Ergebnis von strukturelle, Sexismus in der Gesellschaft ist. Dessen Bekämpfung muss bei der Prävention von sexualisierter Gewalt an erster Stelle stehen. Wir fordern außerdem,dass es Bundesweit zum Schutz von männlichen Opfern häuslicher Gewalt ein äquivalent zu Frauenhäusern geben muss! Diese sollten in einem vertretbaren umfang Bundesweit für jeden Mann erreichbar sein und möglichst niedrigschwellig nutzbar.