Fessenheim geht uns alle an

Aus SPD Baden-Württemberg
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Beschluss der Juso-Landesdelegiertenkonferenz 2004 vom 07. bis zum 09. Mai 2004 in Schwäbisch Hall


Aufgrund der zahlreichen gemeldeten Störfälle der vergangenen Wochen, verbunden mit der zeitweiligen Stilllegung, von den nicht gemeldeten Störfällen ganz zu schweigen, sowie aufgrund der beiden kleineren Erdbeben im Jahr 2003 und in diesem Jahr, ist die Diskussion über die Sicherheit des AKW Fessenheim wieder brandaktuell und unabdinglich.

Der erdbebengefährdete Oberrheingraben ist als Kernkraftwerksstandort ungeeignet. Zweifel an der Erdbebensicherheit werden von der Kraftwerksleitung abgewiesen. Die Kraftwerksleitung bedroht mit ihrem oberflächlichen Umgang mit bestehenden Sicherheitsbestimmungen und ihrer Informationspolitik die Bevölkerung beiderseits des Rheins. Tatsache ist, dass wichtige Teile des AKW nicht erdbebensicher waren und trotz der Nachbesserungen im Jahre 2000 noch nicht sind.

Seit langem ist bekannt, dass das AKW nicht in der Lage ist, den Absturz eines Linien- oder Kampfflugzeuges zu überstehen, sich aber in der Richtung der Landebahn des Flughafens Basel/Mulhouse befindet, der nur 30 Kilometer entfernt ist.

Dies ist gerade nach den Attentaten des 11. September 2001, der Anschläge von Madrid und der andauernden akuten Bedrohung durch Terroristen äußerst gefährlich, da ein in Basel/Mulhouse entführtes Flugzeug in wenigen Minuten Fessenheim erreichen könnte.

Nach den heutigen Erkenntnissen bleibt als einzige ehrliche und verantwortungsbewusste Möglichkeit die sofortige Stilllegung des 27 Jahre alten, maroden AKW Fessenheim. Die Jusos Baden-Württemberg fordern die sofortige Stilllegung des AKW Fessenheim und setzen sich in Zusammenarbeit mit anderen Initiativgruppen beidseits des Rheins für eine Stilllegung ein.