"Tag der Befreiung" zum bundesweiten Gedenktag erklären

Aus SPD Baden-Württemberg
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Tag der Befreiung zum bundesweiten Feiertag machen

Der 8. Mai 1945 war der Tag der Befreiung vom nationalsozialistischen Terror und vom Krieg. Für viele Menschen in Europa bedeutete er die Hoffnung auf eine Zukunft Frieden und Freiheit, für andere jedoch den Beginn eines unsicheren Schicksals, von Flucht und Vertreibung, von realsozialistischer Sowjetdiktatur. Für diesen wichtigen Umbruch der deutschen und europäischen Geschichte wollen wir in Form eines Gedenktages eine neue zeitgemäße Erinnerungskultur schaffen, um die Lehren aus unserer Geschichte zu verinnerlichen. Damals wurde dieser Tag überall in Europa als Freuden- und Feiertag begangen – nicht so in der Bundesrepublik. In Westdeutschland haben Begrifflichkeiten wie „Kapitulation“, „Niederlage“ und „Zusammenbruch“ das gesellschaftliche und mediale Bild geprägt. Erst in den 80er Jahren sprach der damalige Bundespräsident Richard von Weizsäcker erstmals vom „Tag der Befreiung“ und wechselte damit die Perspektive von der Sicht der Besiegten auf jene der Befreiten. Nach 70 Jahren fordern wir – begründet mit unserem Auftrag für Demokratie, Solidarität und Frieden und gegen das Vergessen - dass der 8. Mai endlich als „Tag der Befreiung“ zum bundesweiten gesetzlichen Gedenktag erklärt wird. Es gibt keinen Tag in der Geschichte Europas, dessen Bedeutung so teuer errungen werden musste, wie die des 8. Mai 1945. Dieser Bedeutung sollte Rechnung getragen werden! „Nie wieder Faschismus - nie wieder Krieg!“